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Es kriselt, es kriselt der Staat…

Hauptursache für die unzureichend als Krise bezeichnete Korrektur auf den US- und darüber hinaus internationalen Finanzmärkten ist die Politik des billigen Geldes insbesondere der US-Notenbank Fed. Sie hat einen künstlichen Boom durch die Überproduktion von Geld geschaffen, der nun als solcher entlarvt wurde und einen bereinigenden, besonders scharfen Zusammenbruch (engl. Bust) als Rückkehr zur Normalität zwangsläufig nach sich zieht.1

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Ein solches System verspräche nicht nur „besseres Geld“, sondern Konjunkturverläufe würden auch weniger schwankungsanfällig werden, weil freies Marktgeld Fehlinvestitionen und damit Wirtschaftskrisen entgegenwirkt. Der Spielraum für wachstumsschädliche Marktinterventionen, die regelmässig aus Wirtschafts- und Finanzkrisen erwachsen, würde zurückgedrängt werden. Damit wäre auch die Bedrohung der Freiheit, die latente Gefahr monetärer Planwirtschaft, entschärft. Freies Marktgeld ist die beste Versicherung gegen die Unbeherrschbarkeit und Willfährigkeit des staatlichen Papiergeldmonopols.2

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Für viele Österreichische Ökonomen waren die vergangenen zwei Konjunkturzyklen, mit den Worten von Yogi Berra, „wie ein Déjà-vu, schon wieder“. Mises und Hayek hatten ihre Theorie des Konjunkturzyklus erstmals in den 1920ern entwickelt, als die amerikanische Ökonomie zahlreiche technologische Innovationen erfuhr, welche die Produktionskosten senkten, die Arbeitsproduktivität anhoben und damit zu einer Ausweitung des Angebots an Konsumgütern führte, begleitet von einem Anstieg des Aktienmarktes und einem gewaltigen Immobilienboom. Gleichzeitig stieg aber das allgemeine Preisniveau lediglich um 2 Prozent pro Jahr.3

  1. Michael von Prollius - Die Finanzkrise als Korrektiv eines Staatsversagens []
  2. Thorsten Polleit - Zur Finanzkrise: Eine Strategie gegen die grosse Inflation []
  3. Richard Ebeling - Die aktuelle Wirtschaftskrise und die Theorie des Konjunkturzyklus []



Rettungspläne und Skurrilitäten

Vergessen Sie Sozialismus durch die Hintertür: Es kam direkt durch die Vordertüre. Die Folgen wären schrecklich und sehr beängstigend gewesen. Es wäre die erste von vielen Rettungsaktionen gewesen, da sie natürlich nicht funktionieren kann und auch nicht funktioniert hätte. Faule Kredite können nicht durch Gesetzgebung in Gute verwandelt werden. Das bedeutet, dass mehr Geld notwendig gewesen wäre, während die Mittelschicht über Jahre hinweg vom Vampirstaat ausgesaugt worden wäre1

  1. eigentümlich frei - Finanzkrise: Der (Nah-)Tod des Staates []



Freier Markt & der Open Source Tablet-PC

Wenn man etwas will, schaut man sich um, ob es das Gewünschte auf dem Markt gibt, ob es jemand einem anbieten kann. Ist dies nicht der Fall, was macht man dann? Eine Möglichkeit ist, auf das Gewünschte zu verzichten und zu warten, bis irgend jemand auf die Idee kommt, es anzubieten. Eine andere Möglichkeit ist es, selbst anzupacken, mit anderen zu kooperieren, um es zu schaffen.1

TechCrunch-Master Michael Arrington will mit Hilfe seiner Leser einen Open Source Tablet-PC kreieren, der nicht mehr als 200$ kosten soll. Dieser PC würde die Konkurrenz um rund 800$ unterbieten und nicht nur mit Open Source-Software laufen, sondern selbst Open Source sein. Das heisst, jeder könnte ihn nachbauen. Kein Patent auf die technischen Details. Dies ist eines der Wunder des - yes! - freien Markts.

  1. eigentümlich frei - “TechCrunch”: Markt in Aktion []



Bankgeheimnis und die Vorzüge des selbigen

Wäre der Schweizer Finanzplatz stark genug, ohne Bankgeheimnis, die heutige Präsenz im Weltmarkt weiterhin zu halten?

[Konrad Hummler:] Das glaube ich nicht, denn es handelt sich um einen grossen Wettbewerbsvorteil und es ist eines der Verkaufsargumente. Warum sollte einer die Idee haben, in dieses Alpenland hinauf zu kommen und Bankgeschäfte zu tätigen, wenn er dass Gleiche auch an andern Orten haben könnte. Die Schweiz in Ehren, aber sie ist weltweit nicht im Mittelpunkt.

Weiterlesen bei freilich.ch - Ist das Bankgeheimnis überbewertet?




Zero Dollar Albums: Die Musikbranche lernt dazu

Ich habe die Musikindustrie ja bisher immer für einen Verbund mittelalterlicher, schwer reaktionärer Männer gehalten. Offenbar lag ich falsch. Das heisst: Ich lag schon richtig und tu’s jetzt auch immer noch, doch immerhin gibt es nun eine Ausnahme, die die Regel bestätigt.

Trent Reznor geht mit seinem Frischling Saul Williams einen neuen Weg beim Vertrieb des neuen Albums The Inevitable Rise and Liberation of NiggyTardust! Sie bieten es komplett kostenlos an. Wer den Künstler unterstützen will, kann 5 Dollar zahlen und bekommt das Album mit 320kbps statt nur 192kbps. Ein guter Deal, würde ich meinen.

Vor allem aber ist es ein Lichtfleck am Horizont. Es wird zwar noch lange dauern, bis die Industrie in der heutigen Zeit angekommen ist, doch wenigstens wagt es nun einer, einen neuen Weg zu gehen. Reznor ist einsichtig, im Gegensatz zu den Labels und Grosskonzernen, die besessen an schärferen Strafen bei Copyrightverstössen festhalten, obwohl seit etlichen Jahren feststeht, dass so der Musikpiraterie nicht beizukommen ist. Doch besser, man verliert Millionen und verärgert sowohl Musiker als auch Fans, als dass sich die althergebrachten Methoden als unzeitgemäss entpuppen könnten.

jeriko - War ja nur eine Frage der Zeit




Travail Suisse: Mehr Ferien und mehr Geld für die Arbeitnehmer

Nachdem die Travail Suisse sechs Wochen Ferien forderte und dazu eine Volksinitiative lancierte, verlangt sie für das kommende Jahr generelle Lohnerhöhungen von bis zu fünf Prozent.

Da die Belastung an den Arbeitsplätzen gestiegen sei, gerade die Angst vor einem Jobverlust weit verbreitet sei und die Ansprüche an die Arbeitnehmer zunehmen, müsse man in diesen Zeiten des Wirtschaftsaufschwungs “in Gesundheit, Erholung und Freizeit investieren”, so Hugo Fasel, der Travail Suisse-Präsident.

Nun fordert die Travail Suisse also, genau wie der Gewerkschaftsbund, eine generelle Lohnerhöhung von 2 bis 5 Prozent für das Jahr 2008. In den letzten Jahren sei höchstens die Teuerung ausgeglichen worden und “Boni und Einmalzahlungen sind nett, aber nicht nachhaltig”, wie Susanne Blank, Ökonomin bei Travail Suisse, erklärte.

Der Arbeitgeberdirektor Thomas Daun zeigt sich über diese Forderungen jedoch nicht erfreut: “Unsere Firmen können nur bestehen, wenn die Arbeitskosten nicht über Gebühr steigen und flexibel ausgestaltet werden können.”

Es ist gut und recht, und manchmal auch nötig, sich um die Wirtschaft Sorgen zu machen, jedoch darf kein Realitätsverlust damit einher gehen. Und dies scheint zumindest bei Herr Daun der Fall zu sein. Dass die Lohnschere sich weiter öffnet und damit die Unzufriedenheit bei den Arbeitnehmern weiter steigt, scheint für ihn kein Thema zu sein.

Das altbekannt geringe Gespür für die Volksseele seitens zahlreicher Arbeitgeber kommt also auch bei den jüngsten Lohnforderungen zum Vorschein.

Tagesanzeiger: Ärger über Lohnforderungen
Kommentar des Tagsesanzeigers: Mehr Lohn - für alle
NZZ: Sechs Wochen Ferien für alle gefordert
news.ch: Travail.Suisse fordert bis 4 Prozent mehr Lohn
Travail Suisse
Initiative: 6 Wochen Ferien für alle




Abgabe auf MP3-Playern

Anderthalb Monate bleiben mir noch bis zum ersten September. Eine relativ kurze Zeit, um die knappen fünfhundert Franken zusammen zu kratzen, die ein iPod der fünften Generation mit achtzig Gigabyte Speicherplatz kostet.

Danach, so hat das Bundesgericht entschieden, dürfen digitale Videorecorder und mobile Musikplayer mit einer Gebühr, der Leerträgervergütung, belastet werden. Abgaben, die dann an diverse Verwertungsgesellschaften fleissen.

Nun, dies ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie der Missbrauch der Urheberrechte auf keinen Fall verhindert werden kann…