“If there is any symbolic significance to Earth Hour, it is the opposite of its intended meaning. The lights of our modern cities are a symbol of human progress, of what mankind has achieved in rising from the cave to the skyscraper. But during Earth Hour we see the disturbing spectacle of people celebrating those lights going out—of people rejoicing at the sight of skyscrapers going dark. If anything, what Earth Hour represents is the renunciation of civilization.”1
…sagt Dr. Keith Lockitch vom Ayn Rand Institute und übt damit Kritik an der gehätschelten Earth Hour. Ein Symbol zu setzen gegen Umweltzerstörung, so lautet der Werbespruch für diese eine feuchtfröhliche Stunde Lichterlöschen. Und verneint, dass die Lichter einer Grossstadt für Fortschritt und Modernität (In einem gewissen Sinne die Überwindung des vorzivilisatorischen Siechtums mit Cholera, Pest und Vernunftlosigkeit.) stehen.
Bali, ach Bali, du öde Perle des südlichen Asiens…
Wie grotesk muss die Klimakonferenz auf einen unbescholtenen Bürger wirken. Beinahe zwei Wochen lang tagten Politiker, Abgeordnete und Klimawandelverhinderer aller Länder und Kulturen auf jenem kleinen Inselchen, um sich am Ende darauf zu einigen, dass man die Gespräche dereinst weiterführen wolle. Die strahlende Spitze des umweltpolitischen Lebens jettete kurz nach Bali, um mit harter Stimme für einen geringeren CO2-Ausstoss zu plädieren.
Aktionismus in allen Ehren, doch hier giesst man Öl in jenes Feuer, das man zu bekämpfen sich guten Gewissens vorgenommen hat. Ich bin mir auch durchaus bewusst, dass man dann und wann kurzfristig das Fegefeuer in Kauf nehmen muss, um längerfristig die Hölle zu verhindern. Bloss eins: Die Teilnehmer der Weltklimakonferenz sollten künftig auf ihre Zunge beissen, wenn ihre Kollegen aus Ministerien, Direktorien und Geschäftsleitung eine kleine Reise für dieses oder jenes Meeting unternehmen. Entweder das oder sie verlieren Schlag auf Fall jegliche Glaubwürdigkeit.
Ein leichtes Lächeln schleicht sich über meine Mundwinkel, wenn ich sehe, wie optimistisch Landesvertreter nach Bali reisten, mit welcher Zuversicht sie sich einer Klimaänderung entgegen stemmen. Der Zyniker in mir erkennt jedoch die Überheblichkeit der Klimaaktivisten. Es ist schon schwer genug, ein Klassenfest zu organisieren, wenn mir also jemand erklären könnte, wie man knapp zweihundert Nationen und ein paar Milliarden Menschen dazu bringen soll, den Ausstoss von “klimawirksamen Gasen” zu verringern, dann wäre ich ganz froh.
Nicht, dass man es nicht versuchen sollte, im Vorherein zu kapitulieren ist stets der falsche Weg, doch manchmal würde man Zeit und Geld besser in andere, leichter zu realisierende Vorhaben investieren.
gegenstimme - Die Diskussion ist keineswegs beendet
meinungsfreiheit.li - Tsunamiwarnung im Dezember für Bali
Vorgestern, also samstagabends, gingen in tausenden Haushalten pünktlich um acht die Lichter aus. Ein Zeichen gegen die Klimaerwärmung war es. Pardon, sollte es werden. Strom wurde so wenig gespart, dass es in Deutschland nicht einmal zu einem Blackout kam. Ach, wie hätte ich frohlockt, wenn doch. Wie hätte ich mich an den sich verhaspelnden Fratzen der Grünen ergötzt, wenn jemandem eingefallen wäre, die Hintermänner des Stromausfalls zu befragen. Na ja, ich träume, gefragt hätte sowieso niemand. Der Ökologismus hat seine Wurzeln schon zu tief in die Mainstream-Medien gebohrt. Und welcher rechtschaffene Mann liest denn heutzutage noch jene kleinen feinen digitalen Magazine, die man gemeinhin Blogs nennt?
Nebst einem Anzeichen für die Klimahysterie war die Lichtaus!-Aktion brilliante PR für die Initianten. In welch gutem Licht nun die Boulevardblätter stehen, und erst recht die klimagipfeljettenden Umweltorganisationen, nicht zu vergessen der Linken liebstes Hippie-Kind: Google. Erst recht die Politiker, die sich gegenseitig mit Lob überschütten für einen so grossartigen wie lobenswerten Einfall. Und ganz nebenbei Wählerstimmen einsacken wie Kieselsteine. Heuchelei gemischt mit Alarmismus und Aktionismus schlägt sich äusserst positiv in den persönlichen Statistiken nieder.
Ein Lächeln würde nun mein Gesicht zieren, könnte ich die Zeitungsartikel über das geringe Interesse der Bevölkerung an jener ominös-obskuren Aktion im Wissen lesen, dass die Leute bewusst das Licht nicht ausgemacht haben. Sie haben sich nicht gewehrt gegen die Gutmenschen und Klimahysteriker, sie wollten kein Zeichen setzen gegen die Verteufelung der westlichen Lebensart und der Vergötterung konfuser algore’scher Hassprediger. Es war ihnen schlicht egal, wer da nun was macht oder lässt.
Ach, wie mir diese Selbstgerechtigkeit verhasst ist, die morgen wieder literweise aus Schlagzeilen und Leserstimmen tropfen wird. Dieser drängende Realitätsverlust, der sich mit bitterem Selbstlob und mentaler Faulheit vermischt. Ja, ich sehe sie schon vor mir, diese Leute, die stolz erklären, wie sie sich am Samstag nach linker Art für das Klima angestrengt hätten - was das auch immer heissen soll, die Erde hatte immer schon ein Klima, ein stetig schwankendes noch dazu - und zwei Sätze später stolz verkünden, dass sie sich in den diesjährigen Weihnachtsferien endlich mal einen Flug nach Marrakesch leisten können.
a south park republican - 5 Minuten gegen Global Warming
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This is madness!, möchten jetzt einige rufen.
Nein, es ist die bare, nackte Realität, die uns tagtäglich wie kalte Gischt gegen die Knöchel schlägt. Entweder nutzen wir, was mitunter tief im Herzen der Erde steckt oder wir verrecken elendiglich. Als Individuum allein in einer nasskalten Winternacht, verlassen selbst von jenen, denen du vertrautest. Als Spezies spätestens dann, wenn es zum Überleben nicht mehr reicht, bloss an Grashalmen zu kauen, sondern selbst unsere Erde zu einem harschen Stück Gletschereis wird oder die Meere zu kochen beginnen.
Vielleicht ist ausbeuten das falsche Wort. Möglich. Doch wenn wir die Erde nicht nutzen, dann tut’s niemand. Und so werden wir untergehen, als eine Spezies, die an ihrem eigenen Skrupel verreckte.
Wahrscheinlich sogar ist ausbeuten das falsche Wort. Und doch kann man die Ressourcen der Erde nutzen, ohne dass sie zur Hölle für alle übrigen Spezies wird. Diese Tatsache verärgert einige Leute, die sogar so weit gehen, dass sie der Menschheit das Recht zur Nutzung des Planeten absprechen und alle modernen Errungenschaften rückgängig möchten. Deshalb die Kampagne Exploit The Earth Or Die.