Heutiger Mainstream war gestern roher Underground

Stets waren es die Individualisten, die Ideen zum Durchbruch verhalfen. Bloss jene, die im Dreck liegen, den Schmutz und das Elend kennen (Sei dies nun ein eklatanter Mangel an Geld, unglückliches Verliebtsein oder das Schuften in einem Schlachthof), zeigen diese düstere Mischung aus Wut, Kreativität und kochender Entschlossenheit, die sie dazu veranlassen, ihr Leben so vollkommen in ihre eigenen Hände zu nehmen, dass sie zwischen Traum und Albtraum in ihrer eigenen Egozentrik verrecken.

Oder aber die eine Idee lässt ein paar Zahnräder losrattern, die so tief in der Maschinerie der freien Marktwirtschaft sitzen, dass sie schliesslich den kommerziellen Durchbruch schafft, sich tief in den Alltag frisst, zum neuen Mainstream wird und schliesslich als selbstverständlich betrachtet wird.

Doch da Veränderung immer Angst macht und sich viele am Momentanen festklammern, wird die ehemals so geniale wie revolutionäre Idee zum Hindernis für neue Ideen. Der Mainstream, der aus dem Wandel entstanden ist, wird zum Hemmnis für neue Entwicklungen.

Anders ist es auch in der Blogosphäre nicht.

Aber da Fortschritt zwingend nötig ist, gilt es heute mehr denn je, die kleinen Weblogs im Auge zu behalten, die keine kommerziellen oder ideologischen Schranken vor sich sehen, sondern schlicht und einfach das tun, was sie am besten können und am liebsten machen. Und aus irgendeinem dieser rohen, unbeholfenen Posts wird die Zukunft gebaut werden. Mit Schweiss, Blut und Leidenschaft.







Bei allen Services (Mister Wong, Yigg, Infopirat etc.)
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2 Kommentare

  1. fabe

    genau! authenzität und wahrhaftigkeit kann man nicht kaufen und auch in keinem creative-writing seminar lernen. aus ihnen erwächst glaubwürdigkeit, in anderen kreisen würde man sagen: credibility.

  2. burnttongue

    danke!




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