Ein eigener Webshop. Klingt verlockend. Doch was tun, wenn man zwar eine gute Idee hat, das Konzept bereits steht, man jedoch doch schlichtweg nichts anzubieten hat?
Eine elegante Lösung hierfür bietet sbuy.ch, ein Web 2.0 Dienst der Soundmedia AG, welche “ein führender Versandhändler und Onlineshop für Film,Musik, Games, Bücher und Lifestyle” ist. Aus einer Million Produkte kann man die gewünschten auswählen, diese zu einem Shop mit eigenem Layout bündeln und diesen beispielsweise auf der eigenen Website einbinden. Die Umsatzprovision liegt zwischen 8 und 10%. Bei sbuy.ch einen eigenen Shop zu kreieren ist nicht nur kostenlos, sondern auch mit null Logistikaufwand verbunden, zudem kann man Standardlayouts und Standardhops auswählen. Die Abrechnung mit dem Shopersteller folgt über ein sbuy.ch-eigenes System, der Käufer kann jedoch ganz bequem per Rechnung oder Kreditkarte zahlen. Portofrei.
Besonders gut passen würde so ein eigener Shop zum Beispiel bei einem monothematischen Blog. Vielleicht ein Blog, der sich auf die Simpsons konzentriert, oder der allen Pokerfreunden gewidmet ist, oder ein Filmliebhaber, der seine Leidenschaft mit einem grösseren Publikum teilen will. Und wenn man schon übers Pokern spricht, wäre es doch wunderbar, wenn man das Zubehör direkt dort bestellen kann und nicht noch einen anderen Onlineshop ansteuern muss. Die entsprechenden Shops für oben genannte Beispielblogs stehen jedenfalls schon: The Simpsons Shop. Pokershop. Filmshop.
Die Erstellung des Shops:
Da ich hier einen monothematischen Blog betreibe, beschliesse ich, einen Hip Hop Shop zu Textzwecken zu eröffnen. Ein Shop also, in dem man Hip Hop Alben findet, ein wenig Clothing und was sich sonst noch so auffinden lässt. Air Force Ones gehöre natürlich auch in jeden anständigen Hip Hop Shop.
Ganz profan nenne ich meinen Shop The Hip Hop Store.
Die Konfiguration des Shops folgt dann in 4 Schritten:
1. Einstellungen:
Den Shopnamen und die Kurzbeschreibung musste ich schon beim Registrieren [das übrigens problemlos und sehr zügig vor sich ging. Kaum hatte ich den Bestätigungslink angefordert, trudelte er schon per Mail bei mir ein und ich konnte die Registrierung ohne Wartezeit beenden.] auswählen, jetzt kommt noch ein Willkommenstext dazu, die Schriftart und ein paar weitere allgemeine Einstellungen. Zeit lassen darf man sich hier beim Willkommenstext, der Rest ist schnell ausgewählt.
2. Produktewahl:
Hier gibt es also die voreingestellen Shops und die Möglichkeit, sich selbst das Angebot des Shops zusammenzusuchen. Sbuy.ch bietet hier die Templates Bücher, Filme, Musik, Lifestyle, Software und Videogames. Das ist sehr nützlich, wenn man z.B. einen Bücherblog betreibt, wenn man jedoch einen Shop will, der sich aus verschiedenen, aber ganz spezifischen Produktekategorien zusammensetzt, muss man schon selbst einen Shop zusammensetzen.
Da ich keinen Standardshop übernehmen möchte, wähle ich meine Produkte selbst und navigiere dazu einen Punkt weiter. Hier hat man jetzt zwei Möglichkeiten, entweder man benützt die voreingestellten Kategorien und Unterkategorien (z.B. Musik -> LPs -> Hip Hop / Rap) und verlinkt die Menüpunkte so, oder man sucht selber nach Produkten und fasst die in einem oder mehreren Menüpunkten zusammen. Ich empfehle eine Mischung aus beidem. Also z.B. einen Menüpunkt aus Rap-LPs zu erstellen, und ein paar Untermenüs, in denen ich meine liebsten Artists präsentiere.
Selbstverständlich navigiere ich auch hier weiter, um meinem Shop ein exklusives, ureigenes Aussehen zu verpassen:
Und zwar wähle ich jene Farben, die auch meinen Blog schon prägen. Da ich die Hexcodes kenne, tippe ich sie ganz einfach ins entsprechende Feld ein, alternativ kann man aber auch über den Colorpicker eine beliebige Farbe auswählen.
4. Logoupload:
Hastig kreiere ich ein Logo, nichts besonderes, aber immerhin etwas, das einen Hauch von Eleganz aufweist. Der Upload geht angenehm schnell vonstatten, ohne langwierige Wartezeiten wie bei anderen Websites. Die Grösse des Headerlogos ist genau festgelegt (max. 350 x 70 Pixel und max. 80 KB), hochladen kann man gifs, jpgs und auch pngs.
Fazit / Lob & Kritik:
Mein eigener Shop. In knappen 15 Minuten gestaltet und die gewünschten Produkte ausgewählt.
Einen Shop zu erstellen, ist gar so einfach, dass es nicht einmal eine FAQ braucht. Wegen dem zutiefst intuitiven Handling gibt es in Tat und Wahrheit auch keine Anleitung oder Hilfefunktion.
Bei den Einstellungen ist es sehr lobenswert, dass man verschiedene Schriftarten auswählen kann, alles Klassiker sind hier auch inbegriffen, ich würde es jedoch schätzen, könnte man die eine oder andere unbekanntere Schriftart wählen.
Die Farbwahl ist sehr einfach, wenn man die Hexacodes der Farben kennt, die man will. Der Colorpicker ist zwar ebenfalls sehr einfach zu bedienen und bietet vor allem eine Unmenge an Farbtönen. Jedoch hätte ich es mir gewünscht, wenn man über einen Quicklink Zugriff auf vielleicht ein Dutzend Standardfarben gehabt hätte. Das würde die Farbwahl etwas vereinfachen.
Extrem irritierend und etwas nervenraubend war die Merkwürdigkeit, dass über den Next-Button die Einstellungen nicht automatisch gespeichert, sondern verworfen wurden. Um die Änderungen also beizubehalten, unbedingt immer auf den Speichern-Button klicken.
Positiv ist, dass das Header-Logo ganze 80 KB gross sein dar, meines erreichte nicht einmal 5 KB.
Alle Änderungen, die man vornimmt, werden sofort wirksam. Das Finetuning der Farben und des Layouts kommt einem Kinderspiel gleich. Hm, vielleicht doch nicht, Sandburgen zu bauen, ist um einiges schwieriger.
Zudem sind Änderungen immer möglich, egal, ob man den Shop schon vor mehreren Wochen erstellt hat oder den Erstellungsprozess noch gar nicht abgeschlossen hat.. Immer, wenn es einem in den Fingern juckt, etwas zu ändern - vielleicht diese oder jene Farbe um eine Nuance zu ändern oder ein Produkt mehr anzubieten - loggt man sich auf sbuy.ch einfach ein und nimmt die gewünschten Änderungen vor.
Eine einzigartig nützliche Dienstleistung, die ich wärmstens weiter empfehlen kann.
February 4, 2008