Die alte Art zu bloggen verschwindet mehr und mehr. Wurde abgelöst vom simplen Contentklauen und Schlagzeilenbloggen. Fast muss ich mir ein Gähnen unterdrücken, als mir einfällt, dass die Blogosphäre auch früher nicht gerade ein Hort der Qualität war, doch dank der schwächeren Vernetzung war man dazu gezwungen, seine Inhalte selber zu erfinden. Auch wenn manch ein Post gar übel aus den Fingern gesogen war und über der ganzen Blogosphäre ein schaler Geruch nach kaltem Zigarettengeruch und in Bier ertränkte Probleme lag.
Ich sehne mich danach, durch einen Blogpool zu schwimmen, in dem der originäre Content noch Verbreitung findet. In der man ganz einfach über einen Blogbeitrag stolpert, sich inspirieren lässt, den einen oder anderen Gedanken aufnimmt, weiterführt oder negiert. Doch so lange diese Art zu bloggen eine Rarität ist, bin ich dazu gezwungen, selbst nach dieser Vorgehensweise zu arbeiten. Inspiration finden. Gedankensplitter zusammensetzen. Die rohen Fragmente niederschreiben und in eine wohlgefällige Form bringen.
Was kann so schwer daran sein?