Auch der Papst ist Atheist

Es ist so merkwürdig wie einleuchtend, dass nur Atheisten begreifen, dass sie Atheisten sind. Theisten weisen diesen Fakt jeweils weit von sich, obwohl sie die Existenz der grossen Mehrheit von Gottheiten ebenso negieren wie ganz gewöhnliche Atheisten.1

  1. derBright - Darf man Gottes Existenz bestreiten? []






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5 Kommentare

  1. politik-blogs.ch

    links from TechnoratiAuch der Papst ist AtheistPubliziert am 26. August 2008 im Blog «DER MISANTHROP»

  2. Eugen

    Einspruch:
    Auch Atheisten sind Gläubige. Auch sie begreifen den Standpunkt des anderen nicht.
    Menschen, die der Glaube kalt lässt, heißen Agnostiker. Auf diese trifft deine Aussage voll zu.

  3. Benjamin B.

    Den Standpunkt des andern nicht zu begreifen, heisst gläubig zu sein? Begründung? Belege dafür, dass Atheisten den Standpunkt von Theisten nicht verstehen?

    Zudem kennzeichnet den Atheismus gerade der fehlende Glaube an Gott. Die Abwesenheit von Glauben ist nach deiner Logik auch Glaube?

    Wenn ich also keine 100 Franken in meiner Tasche habe, habe ich dann trotzdem 100 Franken in meiner Tasche? Muss ich künftig kein Geld mitnehmen, wenn ich einkaufen gehe, weil ich ja Geld dabei habe?

  4. Eugen

    Immer diese Verkürzungen.

    Die Darstellung, dass ein Theist an Gott glaubt und ein Atheist an Gott nicht glaubt, wird der Sache nicht gerecht.

    Treffender ist:
    Ein Theist glaubt, dass es Gott gibt;
    ein Atheist glaubt, dass es Gott nicht gibt.

    Beide vertreten ihren Standpunkt, ihren Glauben und ihre Gewissheit mit der gleichen gläubigen Vehemenz.

    Wohingegen ein Agnostiker nicht weiß, ob es Gott gibt oder nicht - und es ist ihm völlig egal.

    Die Juden haben einen Glauben konstruiert, der sich jedem Beweis entzieht. Das machte den Glauben damals so raffiniert und attraktiv für die anderen.

  5. Benjamin B.

    Eugen, viele Atheisten sind eigentlich Agnostiker. Sie sagen, es gibt keine abschliessende Wahrheit, deshalb ist es nicht möglich, eine definitive Aussage über Gott zu treffen. Weil jedoch keine Fakten für dessen Existenz sprechen, kann man vernünftigerweise annehmen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es ihn doch gibt, so klein ist, dass man sie vernachlässigen kann.

    Wir sind im gleichen Sinne Gottesagnostiker wie wir Zeus-, Russels Teekanne-, pinkes unsichtbares Einhorn-, Spaghettimonster-, Elfen-, Bigfoot- und Matrixagnostiker sind.

    Der Rest sind Wortspielereien. Ich könnte nämlich genauso gut sagen, der Agnostiker glaubt, dass er nicht weiss, ob Gott existiert.

    Wenn jemand eine ungeheuerliche Behauptung aufstellt, ohne Beweise dafür zu liefern, dann gibt es sehr wohl einen Unterschied zwischen jenem, der Beweise fordert und jenem, der einfach mal daran glaubt.




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