Astrologie eindeutig widerlegt
Gut, bewiesen war sie nie. Geschweige denn gab es irgendwelche Belege. Darüber hinaus ignorierte die Astrologie hunderte astronomischer Fakten, widersprach gar physikalischen Gesetzen.
Irgendjemand hat sich jetzt trotzdem die Mühe gemacht, eine Studie dazu zu machen. Nicht gerade überraschend ist das Resultat:
For several decades, researchers tracked more than 2,000 people - most of them born within minutes of each other. According to astrology, the subject should have had very similar traits.
The babies were originally recruited as part of a medical study begun in London in 1958 into how the circumstances of birth can affect future health. More than 2,000 babies born in early March that year were registered and their development monitored at regular intervals.
Researchers looked at more than 100 different characteristics, including occupation, anxiety levels, marital status, aggressiveness, sociability, IQ levels and ability in art, sport, mathematics and reading - all of which astrologers claim can be gauged from birth charts.
The scientists failed to find any evidence of similarities between the “time twins”, however. They reported in the current issue of the Journal of Consciousness Studies: “The test conditions could hardly have been more conducive to success . . . but the results are uniformly negative.”1
Niederschmetternd jedoch folgende Zeilen:
Astrology has been growing in popularity. Surveys suggest that a majority of people in Britain believe in it, compared with only 13 per cent 50 years ago. The Association of Professional Astrologers claims that 80 per cent of Britons read star columns, and psychological studies have found that 60 per cent regularly read their horoscopes.2
Sieht nicht gut aus, hm?
Pharyngula - Astrology disproven!
- Telegraph - Astrologers fail to predict proof they are wrong [↩]
- Telegraph - Astrologers fail to predict proof they are wrong [↩]









April 24, 2008
April 25, 2008
Der Artikel, den Pharyngula da ausgegraben hat, ist fast fünf Jahre alt. Die Wirkung auf die Quacksalberindustrie war ungemein nachhaltig…
(Die eigentliche Studie ist übrigens auch online).
April 25, 2008
May 1, 2008
May 8, 2008
Aha.
Nun, ich betreibe Astrologie seit zwanzig Jahren.
Und ich bin durchaus auch in der Lage wissenschaftlich zu denken.
Bisher kann ich nur bestätigen, dass diese so genannten “astrologischen Zwillinge”, wie sie besagter Studie zu Grunde gelegt wurden, nicht existieren.
Das ist unter versierten Astrologen auch kein Geheimnis. Derer existieren leider nur sehr wenige.
Als Grundsatz kann zu dieser Studie vielleicht folgende Formulierung hilfreich sein:
Zwei Menschen, welche an demselben Ort, am selben Tag, zur selben Uhrzeit geboren werden können prinzipiell niemals dasselbe Schicksal haben, es sei denn, sie wären von denselben Eltern gezeugt und geboren worden. Das aber auch nur dann, wenn sie maximal drei bis vier Minuten auseinander liegen (je nach Geografischer Breite und nach Uhrzeit) und eineiige Zwillinge darstellen.
Weiter ist hinsichtlich der Kongruenz ihrer Leben als Erscheinung die jeweils persönliche Neigung zu Eltern und Geschwister zu beachten, welche nachweislich (Freud) erst nach der Geburt bis zum Erwachsenenalter gebildet wird.
Hier werden die Fehlerhaftigkeit dieser Studie aus astrologischer Sicht und die Absurdität ihrer Ausgangslage aus genetischer wie psychologischer Sicht offenbar.
Wer mehr darüber wissen will, kann sich gerne an mich wenden.
May 8, 2008
Zwei Menschen, welche an demselben Ort, am selben Tag, zur selben Uhrzeit geboren werden können prinzipiell niemals dasselbe Schicksal haben, es sei denn, sie wären von denselben Eltern gezeugt und geboren worden
Das hätt ich natürlich niemals vermutet, dass das Erbmaterial irgendwie dreinfunken könnte. Nur: Wieso geben sich Astrologen denn mit Geburts- und Ortszeit zufrieden? Oder muss man bei Euch neuerdings eine Speichelprobe abgeben vor der grossen Persönlichkeitsanalyse?
May 8, 2008
Was tut denn ein heutiger Astrologe?
Wenn der Einfluss von Geburtsort und -datum durch genetische und psychologische/erzieherische Einflüsse derart marginalisiert werden?
May 15, 2008
Guten Tag in die Runde!
Soso, die Astrologie ist also widerlegt
Na wenn das mal so einfach wäre… Unreflektiert gesprochen wird ja gerne viel und schnell. Vorverurteilt noch viel schneller, besonders von den Menschen, die von dem, was sie oft im Brustton tiefster Überzeugung vernichtend werten, überhaupt keine Ahnung haben.
Damit dies in der Zukunft etwas schwieriger wird, wurde der Prognosefokus online gebracht (www.prognosefokus.de). Dort veröffentlichen astrologische Forscher und Prognostiker ihre Prognosen, damit diese nach Verstreichen des Prognosezeitraumes mit der Wirklichkeit abgeglichen werden können. Da lohnt sich doch glatt ein Blick auf meine Prognose zum 1. Mai in Hamburg. Weil ja vieles sehr schnell vergessen wird, wurden nach Medienrecherche die Ereignisse des 30.04. und des 01.05.2008 in Hamburg in einem separaten Beitrag chronologisch gelistet, damit der Vergleich mit der Prognose besonders einfach wird.
Da kommen ständig neue Prognosen hinzu, wenn auch nicht täglich, denn dazu ist das zuviel Arbeit und diese Arbeit bezahlt uns ja niemand. Über die sich aus diesen Veröffentlichungen ergebende Transparenz kann sich später jeder geistig mündige seine eigene Meinung bilden. Die Stärken, Möglichkeiten und Grenzen der astrologischen Prognostik werden so sichtbar werden und da wird sich zeigen, wer widerlegt ist: die Verkünder des Credos “das nicht sein kann was nicht sein darf” oder die mundanastrologische Forschung.
Schöne Grüße,
Hans-Werner Wolters
May 16, 2008
Noch dazu würde die Astrologie dutzende bewiesene physikalische Theorien verletzen.
Wo bleiben nun die Beweise für die Astrologie? Oder gar eine Erklärung, wie Astrologie funktionieren könnte, ohne dabei die astronomischen Erkenntnisse der letzten fünfzig Jahre zu ignorieren?