Anthropozentrische Evolution, ein Mutant der Schöpfungslehre

Will man das Versagen der Schule demonstrieren, dann muss man nicht irgendwelche gewalttätige Migrantenkinder und schlechte Pisa-Ergebnisse hervor kramen, es reicht, wenn man auf die Strasse geht und die Jugendlichen/jungen Erwachsenen zur Evolution befragt.

Das beste, das rauskommen könnte - ausser man erwischt gerade einen Biologiestudenten oder jemanden, der übermässig an der Naturwissenschaft interessiert ist - wären wohl irgendwelche Phrasen von blindem Zufall und dem Menschen, der da ganz oben steht und ach so komplex und einzigartig und dergleichen.
Das tut weh. Ganz phyisch. Als würde man seine Finger in eine heisse Bratpfanne drücken.

Der Schule trägt nicht einmal die Schuld daran, dass Evolution - wenn überhaupt akzeptiert - derart missverstanden wird. Denn Evolution wird - zumindest meinem Erleben zufolge - bloss rudimentär, vielleicht mit einer halben Schulstunde behandelt. Ebenso beim Urknall. Mir ist bewusst, dass nicht einmal in einem Gymnasium die nötige Zeit aufgewendet werden kann, um die Evolution adäquat zu erklären. Geschweige denn den Schülern etwas mehr naturwissenschatlichen Background auf den Weg zu geben. Doch wenigstens einmal zu erwähnen, dass bei den Neutronen und Protonen nicht einfach Schluss ist oder zu erklären, was eine wissenschaftliche Theorie ist und was wissenschaftliches Vorgehene denn überhaupt ist… Ist das zu viel verlangt?
Scheinbar schon.

Deshalb hier der Verweis auf etwas Evolutionstheorie, genauer gesagt, zwei Missverständnisse, die erklärt werden:

Missverständnis Nr. 1: Korallen, Fadenwürmer oder Fruchtfliegen ständen “ziemlich weit unten” im evolutionären Stammbaum und wären (daher) näher miteinander verwandt als mit dem Menschen. Korallen sollten deswegen in ihrer Genausstattung Fruchtfliegen oder Fadenwürmern ähnlicher sein als Menschen.

Missverständnis Nr. 2: Evolution würde von einfach zu komplex verlaufen und dies erfolge durch die Addition neuer Gene.1

  1. evil under the sun - Den Wald vor Bäumen nicht sehen… []






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3 Kommentare

  1. politik-blogs.ch

    links from TechnoratiAnthropozentrische Evolution, ein Mutant der SchöpfungslehrePubliziert am 23. April 2008 im Blog «DER MISANTHROP»

  2. *Evil under the Sun*: Den Wald vor Bäumen nicht sehen...

    Kramer auto Pingback[...] Anthropozentrische Evolution, ein Mutant der Schöpfungslehre [...]

  3. Marcel

    hmm mal eine andere sichtweise, hingegen der medien. aber allemal ein netter denkanstoß!




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