Eine Schiesserei in Indianapolis. Ein Irrläufer trifft ein zufällig vorbei fahrendes Auto. Durchschlägt den Bauch eines zehnjährigen Mädchens. Tritt wieder aus. Durchschlägt eine Bibel. Tritt wieder aus. Schlägt in eine Wassermelone ein und bleibt schliesslich stecken. Wäre sie weiter gefolgen, hätte sie die dreizehnjährige Schwester auch noch getroffen.
Kommentiert die Urgrossmutter:
Came through the door, hit her, then it went to The Bible. It went in here and come out here and it shredded my Sunday School book. The word of God slowed the bullet so that it didn’t kill anybody.
[...]
Right in the watermelon. Didn’t come out of the watermelon. The word of God and the Lord’s power saved. He sent the bullet into the watermelon.1
Cool, Gottes Hand hat die Kugel derart stark verlangsamt, dass die 13-Jährige unverletzt blieb. Offenbar hatte er nicht viel übrig für die 10-Jährige.
Tomorrow’s Pioneers, die Kindersendung des Hamaskanal Al-Aqsa TV ist ein Musterbeispiel dafür, wie man kleine bis kleinste Kinder mit Antisemitismus, Antiamerikanismus, Antizionismus, Islamismus, Rassismus und Jihadismus indoktriniert.
Da sind die Jesus Camps in den USA und evangelikales Home Schooling ein laues Lüftchen dagegen.
Tomorrow’s Pioneers erinnert eher an die mediale Indoktrination zu Nazizeiten oder die Hasspropaganda eines Ku Klux Klans. Die Gemeinsamkeiten wiegen natürlich auch schwer.
Jedenfalls: Es ist eine äusserst hässliche Angelegenheit. Hasspredigende islamische Kleriker sind das eine, gezielte Indoktrination der Kleinsten ist noch einmal um etliche Grössenordnungen abscheulicher. Oder wann habt ihr das letzte Mal eine Kindersendung gesehen, in der die Kinder aufgefordert wurden, Genozide zu verüben?
Privates und Berufliches soll man stets trennen können; dies bedeutet aber nicht, dass man privat einen andern Charakter pflegen kann als beruflich; dies bedeutet, dass man vom privaten Verhalten durchaus auf das berufliche schliessen kann.
Gell, Nef, Sämi und alle, die es normal finden, einer Frau nachzustellen (Yep, ihr kotzt mich an.)1.
Samir Kuntar, der am 22. April 1979 ein vierjähriges Mädchen ermordet hat, in dem er dessen Schädel mit einem Gewehrkolben gegen einen Felsen geschmettert hat und sich auch sonst leidenschaftlich im Terrorismus geübt hat, wurde nun freigelassen. Im Austausch gegen die sterblichen Überreste von Ehud Goldwasser und Eldad Regev. Ihr habt die Geschichte alle gehört.
Danach ging er mit seinen Terroristenkollegen der Hisbollah und Nasrallah feiern. Und grüsste seine Groupies in einer ihm ureigenen Weise.1 Ein sehr schwer zu beschreibender Gruss, weswegen die Bildbeschreibung beim Spiegel nur
Demonstrativ posiert Kuntar vor einer Menge aus Hisbollah-Anhängern. Das graue Sweatshirt hat er gegen eine Tarnjacke eingetauscht.2
lautete. Doch auch AP fällt es schwer, diesem Gruss einen Namen zu geben:
Samir Kuntar gestures as he symbolically breaks through makeshift prison bars during celebrations for his release in Beirut. 3 Edit: Es handelt sich hier um ein Standbild aus diesem Video hier. Samir zeigt dabei keinen Hitlergruss, sondern winkt auf eine sehr merkwürdige Art mit durchgestrecktem Arm und einer nach unten zeigenden Handfläche. Ich entschuldige mich beim Leser.
Im gestrigen Tagesanzeiger findet sich das Bild des grüssenden Kuntar nicht einmal. Des Kuntar, der die Hand zum Hitlergruss gereckt hat. Man mag es der Leserschaft offensichtlich nicht zumuten.
Journalistische Neutralität bedeutet heutzutage ausserdem auch das unschöne Wort Terroristen zu vermeiden. Man spricht lieber von Kämpfern, teils auch von Widerstandskämpfern oder mit einer andern Konnotation: Freiheitskämpfern.4
Der zwiespältige (Achtung: Euphemismus!) Abbas hat der Familie des Samir Kuntar übrigens schon gratuliert.5
Für Atheisten, Humanisten, Freidenker und alle, die ein naturalistisches Weltbild haben, gibt es jetzt ein Social Network. Atheist Nexus nennt es sich. Viel Spass damit!
hat tip: pz myers
Es macht mich irgendwie traurig, wenn Vereine, die das Wörtchen Frieden im Namen tragen, sich für terroristische und islamotheokratische Organisationen wie die Hisbollah einsetzen.
Der Deutsche Friedensrat e.V. hat Klage eingereicht, weil der Polizeipräsident von Berlin Hisbollah-Flaggen und Nasrallah-Bilder auf Demonstrationen verboten hat. Mit Erfolg.
Die Begründung des Friedensrat:
Nach Meinung der Polizei billigen die Versammlungsteilnehmer Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit der Hisbollah oder riefen zu solchen Verbrechen auf. Darin sehen wir eine einseitige Wahrnehmung des Nahostkonflikts. Das Zeigen von Hisbollah-Symbolen bedeutet keine Billigung von Kriegsverbrechen.1
Es ist schwer zu verstehen, wie jemand gleichzeitig Frieden wollen kann und gleichzeitig für Hassprediger wie Hassan Nasrallah einsteht (Ja, wenn irgendjemand fordert, bestimmte Symbole einer mörderischen Vereinigung/Person tragen zu dürfen, ohne dies im Namen der Meinungsfreiheit und somit für sämtliche Symbole und Bilder zu tun, interpretiere ich dies als “Partei ergreifen für diese Gruppierung/Person”.):
“Wenn irgendein Moslem die Fatwa des Imam Chomeini gegen den Gotteslästerer Salman Rushdie in die Tat umgesetzt hätte, dann hätten sich jene verachtenswürdigen Leute nicht getraut, den Propheten Mohammed zu beleidigen - weder in Dänemark, noch in Norwegen, noch in Frankreich..”2
Ich begreife es nicht. Ich begreife es einfach nicht. Diese Heuchelei. Ja, selbst das ist noch ein Euphemismus. Gezielte Irreführung trifft es wohl besser.
Seit siebzehn Tagen gilt in den Niederlanden ein Rauchverbot in Gaststätten. Schlimm genug für Liebhaber der Freiheit & des Rauchens. Letztere haben jetzt - um das Rauchverbot zu umgehen und weil den Kirchen und Sekten viele Rechte zugestanden werden, die der Ungläubige bloss aus weiter Ferne beneiden darf und bekämpfen muss (ein Beispiel: Peyote (Lophophora williamsii). Der Besitz von Peyote wird strafrechtlich verfolgt. Ausser man ist Mitglied der Native American Church. Dann darf man dealen und konsumieren, wie es einem beliebt. Grund: Peyote sei die Personifizierung von Gott. Cool. Das ist eine derart gute Argumentation, da können die Gesetzgeber nur nachgeben.1 ) - die “Kirche der Raucher Gottes” gegründet, in der die heilige Dreifaltigkeit “Rauch, Feuer und Asche” angebetet wird.2
Scheinheiligkeit klebt unter den Fingernägeln des Gesetzes…
Leute aus dem vorletzten Jahrhundert sind manchmal verflucht modern. Die älteste Bloggerin der Welt, Olive Riley, ist in diesen Tagen mit 108 Lebensjahren gestorben. Geboren ist sie am 20. Oktober 1899. Getippt und den Blog geführt hat allerdings nicht sie selbst, sondern ein Freund von ihr. Die Geschichten hat allerdings sie erzählt.
Ich muss zugeben, ich habe ihren Blog nicht gelesen. Persönliches Interesse, ihr wisst. Erstaunt hat es mich aber trotzdem das eine 108-Jährige Interesse an derartig neumodischen Spielereien zeigt. Ja, sogar selbst bloggt. Man erinnere sich: Kommerzielles Fernsehen gab es erst in den 1930ern Jahren.
Yeah, wenn Olive damit Trends setzt, ist schon viel getan. Und eine salzige Spur Hoffnung in der Luft.
Rest in Peace, Olive.
hat tip to lc weber
Die Masernepidemie ist zurück gekehrt. Manche Jahre hätte man gedacht, sie sei an den elenden Impfungen verreckt, doch jetzt ist sie zurück, mit neuen Verbündeten und schlagkräftig wie nie:
Seit diesem Mai 127 Erkrankungen in 15 verschiedenen Staaten. Seit Dekaden sind nie soviele Leute mit den Masern infiziert worden.
Meinen Glückwunsch, Masernepidemie. Dank guten Freunden wie dem Präsidentschaftskandidat McCain wirst du’s vielleicht zurück in die oberen Ränge der alljährlichen Todesstatistiken machen.
hat tip to the bad idea blogger
Ein Must-Read von Marco Kanne:
Eigentum birgt in sich das Recht, mit diesem zu machen, was man will. Das bedeutet auch, andere von der Nutzung auszuschließen. Wer sein Eigentum anderen zur Verfügung stellt, damit diese beispielsweise ihre Meinung verbreiten können, der gewährt ihnen ein Privileg, kein Recht. Der Entzug dieses Privilegs ist aber keine Einschränkung der (Meinungs-)Freiheit. Denn ohne den Besitzer beziehungsweise sein Eigentum gäbe es die Möglichkeit, das Privileg, sich in dieser Form zu äußern, ja schließlich nicht.
[...] wer von uns würde es sich beispielsweise gefallen lassen, wenn jemand in seiner Wohnung über ihn lästert?1
In anderen Worten: Wer auf seinem Blog Kommentare, die aus Beleidigungen und wüstem Geschrei bestehen, löscht, der begeht keine Zensur, sondern übt sein Recht aus, mit seinem Eigentum so zu verfahren, wie es ihm beliebt.