Wisst ihr, was mich müde macht? So richtig müde?
Solches:
Cardinal Cormac Murphy O’Connor, Archbishop of Westminster [...] was calling for the BBC to be biased in favour of Christianity and to give unopposed air time to Christian voices, accusing secularists of being “Christophobic” and wishing to “close off every voice and contribution other than their own.” He later claimed that reason “leads to terror and oppression.”1
Father Davies writes that Satan has blinded secular humanists from seeing the “dehumanising effects of contraception and abortion and IVF (in vitro fertilisation), of homosexual ‘marriages,’ of human cloning and the vivisection of human embryos in scientific research.2
Wenn man bedenkt, dass wohl eine Mehrheit an solche Hirnverrenkungen glaubt - ja, blind glaubt, ohne Sinn und Verstand - dann wähnt man die Welt irgendwie fucked up.
Im Kernforschungszentrum CERN in Genf wir bald der Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider) in Betrieb genommen. Danach folgt der Weltuntergang. Weil die Teilchen, die dort aufeinander prallen, ein schwarzes Loch bilden könnten.
Das heisst, eigentlich dürfte die Erde gar nicht mehr existieren. Sie wäre schon lange in einem schwarzen Loch verschwunden. Hätten die Weltuntergangsjünger recht. Denn in der Atmosphäre kollidieren andauernd Teilchen mit teils bizarr grosser Energie.
Dies bedeutet, entweder bin ich bloss eine Computersimulation auf einem interstellaren Raumschiff, oder der LHC bedeutet tatsächlich nicht das Ende der Welt.
Apropos Widerstand: Der Amerikaner Walter Wagner hat sogar eine Klage gegen die geplanten Experimente am CERN eingereicht. Begründung: Die Wissenschaftler gingen ein Risiko ein, das sie gar nicht einschätzen können. Stimmt das?
Detlef Küchler: Nein, das stimmt so nicht. Seit vielen Jahren wird von unabhängigen Physikern untersucht, was am LHC passieren könnte. Man stützt sich dabei auf die bekannte Physik, versucht aber auch unbekannte Größen mit einzubeziehen. Man muss bei dieser Diskussion vor allem einen Punkt im Auge behalten: Sicher, der LHC wird Kollisionen bei Energien durchführen, die bisher auf der Erde unerreicht sind. Aber das gilt nur für von Menschen erzeugte Zusammenstöße. Die kosmische Strahlung enthält Teilchen mit wesentlich höherer Energie. Und auch diese Teilchen prallen aufeinander, im All, auf anderen Sternen, auf dem Mond und auch hier auf der Erde. Trotzdem existiert die Menschheit immer noch. Das ist wohl das überzeugendste Argument, oder?1
In Torledo, einer schnuckeligen Stadt in Spanien, veranstalteten ein paar Leute einen Umzug. Ähnlich Karneval und Fastnacht. Bloss, sie waren verkleidet als Geister, Teufel und Zombies.
Wer jetzt denkt, ein paar Mütter hätten Angst, dass sich ihre Kinder erschrecken würden, liegt falsch.
Es ist der Erzbischof Antonio Canizares, dem der Umzug missfällt. Blasphemie sei er, und würde die Auferstehung Christi ins Lächerliche ziehen.
Archbishop Antonio Canizares said the procession, which also included a Virgin Mary and a Saint Peter, made a mockery of the Catholic celebration of Corpus Christi.1
Natürlich, jetzt sind wieder religiöse Gefühle verletzt. Aber das kommt halt davon, wenn man den Leuten verbieten will, andere Zombies als Jesus anzubeten, oder schon gar nur darzustellen. Doch jetzt, im einundzwanzigsten Jahrhundert hat die Kirche halt ihr Monopol auf wandelnde Tote verloren.
Da sagt einer, ohne Religion würde die Leute morden und schlachten. Vergewaltigen und misshandeln. Im selben Moment wird jemand im Namen Gottes getötet. Eine andere gesteinigt, weil Gott das so will. Jene vergewaltigt, weil’s im Heiligen Buch steht. Das Kind vom Pfaffe misshandelt.
Es freut mich sehr, dass gläubige Menschen derart moralisch handeln.
Daneben ist eine deprimierende Aussage. Wie traurig wäre es doch, wenn einer bloss deswegen nicht morden würde, weil er das Höllenfeuer fürchtet. Und erst das Menschenbild, das dahinter steckt: Der Mensch: Eine blutrünstige Bestie ohne Ratio, ohne Mitgefühl.
In andern Worten:
“Nur Dein Gottesglaube hält Dich von unmoralischem Handeln ab? Das heißt also: Wenn es Dir Deine Religion nicht verbieten würde, dann hättest Du kein Problem damit, dieses fünfjährige Mädchen zu schänden!?”1
Jedermann hat Würde, auch Tiere, selbst Pflanzen haben Würde. Wie’s mit Pilzen und Bakterien steht, ist noch nicht geklärt.
Ich wäre eigentlich ganz glücklich ohne Würde. Solange ich Rechte habe. Und viel Freiheit. Um dem Menschen Rechte zuzugestehen, muss ich nicht vorher ein vages, schummriges Konzept namens Würde konstruieren und dies dem Menschen verleihen. Rationalität und Logik reicht dazu.
Das Recht nicht getötet zu werden, auch Mord ist verboten gennant. Äusserst sinnvoll. Einerseits aus ganz egoistischen Gründen: Ich würde sehr schnell Gefahr laufen, umgebracht zu werden. Auch wenn ich eine AK-47 besitzen würde. Selbst Diktatoren werden gestürzt. Die einzige Möglichkeit, nicht ermordet zu werden, besteht also darin, dieses Recht allen zuzugestehen und jede Verletzung des selbigen zu ahnden. Wer dazu noch eine Spur Empathie besitzt - ganz und gar kein religiöses Gefühl -, der kommt auch nicht auf die Idee, jemand anderen umzubringen.
So, das ging schon einmal ganz gut. Ganz würdelos.
Wohin also mit der Würde, die sich nicht fassen lässt, sich nicht definieren lässt und keine Entsprechung in der Realität, also ausserhalb unserer eigenen Einbildung, hat?
Wo ist Walter? *Räusper* Wie viele Fehler hat Bischof Gerhard Ludwig Müller während einer seiner Predigten gemacht?
Auch heute dürfe man sich nicht einreden lassen, „dass wir hinter dem Mond zu Hause seien“.1 Der christliche Glaube habe Zeiten überdauert, in denen ein aggressiver Atheismus wie Nationalsozialismus2 und Kommunismus34 herrschte.
Der Atheismus sei aber auch heute noch präsent, teils werde er – wie im Falle des Buches „Gotteswahn“ von Richard Dawkins - wissenschaftlich getarnt.5
Deutliche Kritik äußerte der Regensburger Bischof außerdem an der Schrift „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel“ von Michael Schmidt-Salomon.
Darin werde das Bild vermittelt, dass sich alle, die an einen Gott glauben, auf dem Niveau eines Schweines befänden.67 Sogar Kindstötungen stellen nach dieser völlig amoralischen Sichtweise kein Verbrechen dar, weil der Mensch keinen freien Willen habe8 und nur von seinen Genen gesteuert handle.91011 „Wo Gott geleugnet wird, gib es keine Werte mehr“, so Bischof Gerhard Ludwig.12 Die christliche Kultur habe eine große Geschichte hinter sich13 und auch eine große Zukunft vor sich. Der Mensch dürfe niemals Mittel zum Zweck werden.14
Menschen dürfen niemals als bloßes Biomaterial missbraucht werden nach dem Motto: Das Recht ist immer auf der Seite des Stärkeren.15 Die Einsicht, dass jeder einzelne Mensch eine unveräußerliche Menschenwürde besitze, rührt vom christlichen Menschenbild.1617
Ein Frosch, der an ein Kreuz genagelt ist, verletzt religiöse Gefühle.1 Blasphemie!, schreien die Jesuswächter.
Ob’s auch Blasphemie war, dass nach Jesus’ Tod diese Hinrichtungsmehtode nicht sofort aus dem Verkehr gezogen wurde. Vermutlich hatten die Leute damals gar nicht die Musse, sich über solches aufzuregen.
Wahrlich, jegliche Kritik am Christentum oder gar ein künstlerisch-ironischer Umgang mit christlichen Symbolen und Ikonen verletzt religiöse Gefühle.
So what?
Kritik am Nationalsozialismus verletzt nationalsozialistische Gefühle. Stellt man Stalin als blutrünstiges Biest dar, verletzt das stalinistische Gefühle. Zertrete ich einen Löwenzahn, so verletzt das die Gefühle der Löwenzahnliebhaber. Das liegt in der Natur der Sache.
Doch nicht einmal die Politiker - und dort geht es teils mit gar rauen Bandagen zu und her - beklagen sich darüber, dass jemand ihre Gefühle verletzt hat. Es ist eine Eigenart der Gottesanbeter. (Da ziehe ich das Insekt namens Gottesanbeterin durchaus vor.)
Doch deren Gefühle darf man getrost ausser Acht lassen. Schliesslich geht es hier auch um die Freiheit der Expression. Und darum, dass man mit jeder einzelnen Geste, dem kleinsten, unscheinbarsten Wort jemanden beleidigt, dessen Gefühle verletzt. Dies sei zu verbieten, verlangen Kreuz- und Burkaträger. Doch würden wir dies tun, so hätte man sich unverzüglich ein Grab zu schaufeln und hineinzulegen. Oder wenigstens niemals mehr ein Wort zu sagen.
Phoenix im Landeanflug mit geöffnetem Fallschirm:

We did this1. Jetzt schau’ dir an, was wir können.
For Abdel-Qader Ali there is only one regret: that he did not kill his daughter at birth. ‘If I had realised then what she would become, I would have killed her the instant her mother delivered her,’ he said with no trace of remorse.
[...]
Two weeks after The Observer revealed the shocking story of Rand Abdel-Qader, 17, murdered because of her infatuation with a British solider in Basra, southern Iraq, her father is defiant. Sitting in the front garden of his well-kept home in the city’s Al-Fursi district, he remains a free man, despite having stamped on, suffocated and then stabbed his student daughter to death.
[...]
Abdel-Qader, 46, a government employee, was initially arrested but released after two hours. Astonishingly, he said, police congratulated him on what he had done. ‘They are men and know what honour is,’ he said.
…
It was her first youthful infatuation and it would be her last. She died on 16 March after her father discovered she had been seen in public talking to Paul, considered to be the enemy, the invader and a Christian. Though her horrified mother, Leila Hussein, called Rand’s two brothers, Hassan, 23, and Haydar, 21, to restrain Abdel-Qader as he choked her with his foot on her throat, they joined in. Her shrouded corpse was then tossed into a makeshift grave without ceremony as her uncles spat on it in disgust.‘Death was the least she deserved,’ said Abdel-Qader. ‘I don’t regret it. I had the support of all my friends who are fathers, like me, and know what she did was unacceptable to any Muslim that honours his religion,’ he said.1
Wessen Hirn sich noch nicht übergeben hat, der weiss entweder schon so viel über die Schrecken des Islams, das obiger Fall nur einer in einer ganzen Reihe ist, oder der findet, dass Abdel-Qader ganz richtig gehandelt hat.
Eine entsetzliche, grauenhafte Geschichte. Eine wahre, leider. Und ein Beispiel dafür, was Religionen so anrichten können, leider.
Doch es schade finden, dass Religionen Leute zum Morden verleiten können hilft nicht weiter. Ebenso wenig braucht man darauf hinzuweisen, dass der Islam doch auch viele gute Seiten hat.
Abdel-Qaders Tat ist abscheulich. Die Verantwortung trägt er und der Islam.
(Nein, der muslimische Philippino trägt trotzdem keine Verantwortung. Diejenigen, die Ehrenmorde predigen, hingegen schon.)
Ja, in der aktuellen Debatte - nicht in der Wissenschaft, sondern im gemeinen Volk - um Evolution oder Schöpfung gibt es tatsächlich zwei Seiten. Es handelt sich um die Evolutionstheorie auf der einen Seite, aber nicht um die biblische Schöpfungslehre auf der andern Seite. Vielmehr sind auf dieser andern Seite - die sich nicht mit harten Fakten oder wissenschaftlichem Prozedere abgibt - alle religiösen und esoterischen Schöpfungslehren zu finden. Von Odin über Gais bis hin zu Zeus.
Abgesehen von der eiskalten, verdammt klaren Beweislage ist dies ein wichtiges Argument in der Debatte. Eines, das insbesondere von denen nicht berücksichtigt wird, die immer wieder einwerfen, man solle doch bitteschön beide Seiten der Medaille betrachten. Würde man jenen Recht geben, die für eine Koexistenz von Schöpfungslehre und Evolutionstheorie an der Schule plädieren, müsste man - ihrer Argumentation konsequent zu Ende gedacht - selbst die Schöpfungsgeschichte kongolesischer Indios im Unterricht behandeln.
Eigentlich ist es bitterlichst traurig: Die Kreationisten und deren Gefolgschaft ignorieren nicht nur harte Fakten, sondern bringen es nicht einmal auf die Reihe, stringent zu argumentieren.
Schauen wir uns doch noch ein Beispiel an:
The primary issue with this subject is that both sides are often too biased or too ignorant to have any sort of decent exchange of ideas. That, and this subject is really too big for anyone to effectively argue about in one paragraph in the comments section of this website.
[...]
I understand the counter argument, that there’s no evidence to support the claim. That would be false. Much like evolution, Gods existance is supported through interpreted evidence. The real reason both sides don’t recognize the other sides evidence as valid is because they’re BOTH blinded by their faith in their beliefs.Anyway, what I’m really saying is that theres nothing wrong with having a theory, its great that we live in a country where differences in opinion can be supported and discussed in an open and comfortable fashion. So, all I’m saying is just open your minds a little to all the possibilities, do all the research before you make a choice.1
Irgendwie habe ich urplötzlich keine Lust mehr in die Schule zu gehen, wenn diese Ziegen opfernden Satanisten morgen in die Schule kommen, um mit mir über ihr Weltentstehungsmodell zu diskutieren.