Monatsarchiv für April 2008



Freidenkermanifest “Achtet unsere Gewissensfreiheit!”

Der „neue“ EU-Verfassungsvertrag befindet sich derzeit in den 27 Ländern der Europäischen Union im Stadium der Ratifizierung. Doch dieser Vertrag ist ein Instrument zur Umsetzung eines Europas der Kirchentürme, das die Religionen zu Mitentscheidern und Mitgesetzgebern der Europäischen Union machen wird. Nach Artikel 16-C der EU-Verfassung erhalten Kirchen und Religionen einen privilegierten Status, der es ihnen ermöglichen wird, wichtige Entscheidungen der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments zu beeinflussen.

[...]

Im Gegensatz zu einem Europa der Aufklärung, in dem sich die Menschen im Laufe der Jahrhunderte ihre Emanzipation erkämpft haben, will der europäische Verfassungsvertrag den Völkern für immer ein durch ihre Regierungen aufgezwungenes religiöses Gefängnis verpassen. Er übernimmt das Prinzip des Vertrags von Augsburg, der 1555 beschloss, dass die Völker unbedingt die Religion ihrer Fürsten haben sollen. Die Freidenker betonen daher, dass der Laizismus ein Garant für die Demokratie ist und dafür sorgt, dass Religion und Atheismus Privatangelegenheiten sind.

Wo bleibt die Achtung der Gewissensfreiheit der Bürger in den Ländern Europas, wenn man Religionen in den Rang offizieller Partner der Institutionen erhebt?1

  1. brightsblog - Manifest »Achtet unsere Gewissensfreiheit!« []



Die scheusslich antiislamischen “t”s

Es kommt endlich etwas in Bewegung im Abendland. Nach so vielen Jahren aggressiver Meinungsfreiheit wird Einhalt geboten, einfach alles zu sagen und zu schreiben, was man denkt. Das war ein Irrweg voller gefährlicher Provokationen. Es ist daher ein Meilenstein in der Geschichte Europas, dass holländische Filmemacher jetzt nicht mehr unbekümmert zeigen können, was sie wollen. Dass die 27 EU-Außenminister sich gegen das weltfriedensbedrohende Filmchen „Fitna“ ausgesprochen haben, zeigt herausragende Führungsstärke. Die Kunst ist ohnedies in jüngster Zeit zu frech geworden. Sie und die ebenso dreiste, freie Literatur kritisieren seit Jahrhunderten schon die Religion. Damit wird nun Schluss gemacht.

[...]

Massenhaft, täglich, überall verletzt das „t“ die religiösen Gefühle von Millionen. Das „t“ gehört im Deutschen zu den häufigsten Buchstaben, es macht mehr als sechs Prozent des gesamten Sprachschatzes aus. Das allein verrät schon eine sublime christliche Überlegenheitsgeste. In Wahrheit ist das „t“ die subversive Waffe einer imperialistischen Religion, die den Stolz und die Ehre der Nicht-t-Kulturen übel verhöhnt.1

  1. cicero - Das Kreuz mit dem „t“ []



Al Gore, Scheinheiliger und Ehrendoktor

Wie konnte das nur passieren? Die ETH Lausanne hat Al Gore mit einem Ehrendoktortitel ausgezeichnet. Einen Friedensnobelpreis hat er ja schon.

Auch Couchepin wollte Al Gore gratulieren: «Diese Ehrung geht an den Nobelpreis-Träger, aber vor allem an den amerikanischen ‘homme politique’, der sich für das Los der Umwelt, für unseren Planeten einsetzt.»1

Wieso bloss? Ein Mann, der populistische Märchenfilme (An Inconvenient Truth) dreht, die dann Dokumentation nennt und einen Oscar dafür erhält. Ein Mann, der andern Enthaltsamkeit predigt und selbst auf grossem CO2-Fuss lebt.

Was genau Al Gore je vollbracht hat, das dürfte in den Sternen stehen. Er hat laut gebrüllt. Bei anderen wird das kritisiert, Al Gore wird dafür zum Propheten.

Scheinheilig das alles?

Kommt halt darauf an, wie man politisch steht.

Weltwoche - Der grüne Star

  1. tagesanzeiger - ETH Lausanne würdigt Gore mit Ehrendoktor []



Magersucht, Mannequins & Liberalismus

Nein, ich bin nun wirklich kein Liebhaber von magersüchtigen Models. Ist Magersucht doch einerseits nicht ganz ungefährlich, und sind andererseits magersüchtige Models für mich nicht gerade der Inbegriff von Schönheit.

Dinge zu verbieten, die man nicht mag, wäre allerdings etwas gar merkwürdig.

Frankreich untersagt die Abbildung von besonders dünnen Models. Bei Verstössen drohen Haftstrafen und Geldbussen.
[...]
Damit soll verhindert werden, dass das von Mannequins transportierte Schönheitsideal zu Magersucht verleitet. Das Verbot soll für Modemagazine, Onlinemedien und die Werbung gelten.
[...]
Der Gesetzentwurf sieht Haftstrafen und Geldbussen bis zu 30′000 Euro gegen Personen vor, die «andere anstiften, bis zu einem extremen Grad nichts zu essen». In Frankreich leiden nach Angaben des Gesundheitsministeriums bis zu 40’000 Menschen an Magersucht, die meisten von ihnen sind Mädchen und Frauen.
1

Machen es sich diese Leute nicht etwas einfach, wenn sie die magersüchtigen Models für die allgemeine Magersucht verantwortlich machen? Und bei einem simplen Foto gerade von Anstiftung zur Magersucht zu reden, ist auch etwas gewagt.

Wie auch immer, die Freiheit wird mit diesem Verbot eingeschränkt. Und Freiheitsbeschränkungen haben selten Gutes zu bedeuten.

Einen schlechten Einfluss kann so ziemlich alles haben. Selbst Walt Disney-Filme. Was auch immer jemand tut, auf irgendeinen anderen hat diesen einen schlechten Einfluss. Und die meisten Entscheidungen (auch die Entscheidung, zu magern, bis die Rippen hervor stechen) haben so viele verschiedene Ursachen und Einflüsse, dass es beinahe naiv-dümmlich wäre, einen einzelnen Einflussfaktor herauszupicken und den zu verbieten.

Dieses Verbot ist absolut unsinnig, sinniger wäre schon, den Eltern mal klar zu machen, dass sie Verantwortung tragen für ihre Mädchen (und Jungen).

  1. tagesanzeiger - Bilder mit mageren Models verboten []



Ethische Wanderdünen, Stammzellen und Erzbischöfe

Je nachdem, wie man’s betrachtet, sind Leute, die keinen Sex haben, Massenmördern. Denn, von Gott erschaffener Mensch, wofür ich ja unglaublich viele Beweise habe, bedenke all die potentiellen Menschen, denen du die Chance nimmst, zu leben. Was ja eh nur ein Euphemismus für Mord ist. All die kleinen Spermien und Eizellen, die nie ihre Bestimmung, neues Leben zu erschaffen, erfüllen können. Wir grässlich.

Nun denn, wie gross ist der Unterschied zwischen Eizelle und Spermium in zwei verschiedenen Körpern, oder beide im selben, verschmolzen und schon ein paar Teilungen durchlaufen?

Kürzlich hat sich ja der Deutsche Bundestag für eine Ausweitung der Forschung an embryonalen Stammzellen ausgesprochen. Schockierend findet das der katholische Erzbischof von Köln, Kardinal Joachim Meisner.

“Die katholische Kirche werde nicht resignieren, sondern umso stärker für den “Schutz des menschlichen Lebens in allen seinen Phasen” eintreten, betonte Meisner. Er habe den Eindruck, außer der katholischen Kirche tue dies kaum noch eine Institution in Deutschland. Als Embryonen für die Forschung freigegeben worden seien, habe er schon gesagt, dass damit eine “ethische Wanderdüne” freigesetzt werde. Das habe sich nun bestätigt.”1

Wie gesagt, sexuelle Enthaltsamkeit ist Mord. Wann begreift dies endlich jemand?

“Als “Missachtung der elementaren Menschenrechte” hat der Augsburger Bischof Walter Mixa den Berliner Stammzellen-Beschluss bezeichnet. Deutschland hätte es gut angestanden, mit einem strengen Verbot für die Forschung mit embryonalen Stammzellen international ein Zeichen für den Schutz des menschlichen Lebens zu setzen. “Wenn menschliches Leben zu therapeutischen Zwecken getötet wird, wenn Menschen getötet werden, um andere Menschen zu heilen, sind wir einer totalen Unmenschlichkeit und damit der Barbarei näher als wir denken”, sagte Mixa: “Wir brauchen in Deutschland neue Mehrheiten für das Leben”.”2

Natürlich, einen Zellhaufen zu zerstören, damit man Menschenleben retten kann, das ist barbarisch. Vielleicht sollten wir auch Strassenverkehrsopfer einfach so am Strassenrand liegen lassen. Man will ja nicht den göttlichen Plan durchkreuzen, oder? Gott kann die Leute ja selber retten, wenn er will. Indem er zum Beispiel seine Freundin, das unsichtbare rosafarbende Einhorn vorbei schickt.

  1. brightsblog - Herr Meisner und die Stammzelle []
  2. brightsblog - Herr Meisner und die Stammzelle []



Die Würde der Petersilie

In der Schweiz halten wir es so, die Würde der Kreatur in der Verfassung zu verankern. Nicht nur herzige Lämmchen und knuddelige Eisbärchen haben Würde, sondern jegliches Getier, und Pflanzen. Yep, die Petersilie, die du vorhin in dein Essen gestreut hast, hat eine Würde. Genau wie Orchideen, Grashalme, Pusteblumen und Unkraut. Zu diesem Schluss kommt unsere Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Aussenhumanbereich (EKAH). Es besteht somit, so die Ethiker, ein Schutz der Biodiversität, ein Schutz der Art und ein Schutz der Würde der Pflanzen.

Bevor jetzt die militanten Distelschützer Treibhäuser (KZ für Tomaten) in die Luft jagen, die Forderung der Ethikkomission etwas genauer:

“Der Bericht der Kommission diskutiert, welche ethischen Positionen eine moralische Berücksichtigung von Pflanzen um ihrer selbst Willen zulassen und was diese für einen ethisch gerechtfertigten Umgang bedeuten. Damit Pflanzen um ihrer selbst Willen geschützt werden können, müssten sie einen Eigenwert und eigene Interessen haben.

Die Würde der Kreatur gelte auch für Pflanzen, argumentiert das Gremium, daher sei eine willkürliche Schädigung von Pflanzen moralisch nicht zulässig. Eine Mehrheit fand auch, eine vollständige Instrumentalisierung von Pflanzen sei rechtfertigungspflichtig.”1

Was ist das für eine groteske Scheisse? In was haben uns da Neohippies, Baumfreunde und Christenleute bloss hineingeritten?

Nun, an solchen Beschlüssen merkt man, das manche Leute einfach mal aufgehört haben zu denken.

1. Wir Menschen sind Tiere. Wir sind nichts Besonderes, bloss irgendein Produkt einer unzielgerichteten Evolution. Zufall, sozusagen. Wir sind irgendein Ästchen am Baum der Evolution, genau wie die Küchenschabe, die Nacktschnecke und der Löwenzahn. Der einzige Unterschied besteht aus ein paar Genen, die das Lebewesen anders formen und andere Funktionen und Fähigkeiten herausbilden.

2. Wir sind an und für sich wertlos. Kein Gott, der uns einen Wert und eine Würde schenkt. Kein Sinn.

3. Das ist keine Aufforderung zur Ausbeutung von whatever, aber die humanistische Ethik dürfte ja bekannt sein. Auch bekannt müsste sein, wieso sich ein Rationalist eben gerade gegen Ausbeutung wendet.

4. Es bedeutet bloss, dass wir nicht besser, oder höher oder was auch immer sind. Komplexer als ein Schneeleopard dürften wir auch nicht sein. Nicht einmal komplexer als ein Tintenfisch. Desweiteren ist Komplexität nicht gut, auch nicht schlecht. Sondern eine Folge von Anpassung an die Umwelt. Einfachheit bringt manchmal auch essentielle Überlebensvorteile.

[Verflucht, Evolution ist zwar gerade noch beliebter als das Schöpfungsmärchen, aber niemand scheint sich der Bedeutung der Evolution klar zu sein.]

5. Unmoralisch ist es, unnötiges Leid zu verursachen. Deshalb der Tierschutz. Nichts wegen Würde oder göttlichem Segen oder Seelenexistenzen.

6. Und das ist der Unterschied zwischen Säugetieren, Pilzen, Bakterien und Pflanzen. Einzig erstere verspüren echtes Leid. Bei den anderen fehlt ein Nervensystem. Die können zwar auf Umweltbedingungen reagieren, doch bezüglich Leiden ist Fehlanzeige.

So what? Lassen wir einfach den Humanismus greifen und kümmern uns um die wichtigen Angelegenheiten.

Oder wir debattieren darüber, ob ein Virus oder eine Ansammlung Aminosäuren auch ein Lebewesen ist. Und somit eigentlich eine Würde besitzen würde. Denn die Übergänge zwischen Leben und lebloser Materie, die sind fliessend. Wie jeder weiss, der ein bisschen Ahnung von Naturwissenschaft hat.
Ja, vielleicht unterrichten wir in den Schulen ein wenig mehr Biologie und Biochemie und vermitteln die einzige wissenschaftliche Weltanschauung: Den Naturalismus. Dann entledigen sich solche Diskussionen von Petersilienwürde von selbst.

  1. tagesanzeiger - Pflanzen zu schädigen ist unmoralisch []



Fiebrige Meinungsfreiheit

Es gibt keinen anderen Weg als die totale, absolute Meinungsfreiheit.

[Wir können das Lügen nicht verbieten, denn wer entscheidet, ob etwas eine bewusste Falschaussage gewesen war oder bloss ein Irrtum? Wer entscheidet in der Politik über Recht und Unrecht? Und dann erst die Esoterik und der Glaube. Ist der Wünschelrutengänger ein Betrüger oder ein Opfer seine Aberglaubens? Wer will das schon entscheiden?
Wir können Beleidigungen nicht verbieten, denn wer entscheidet darüber, was eine Beleidigung war und was nicht? Wen darf ich einen Nazi nennen? Jemanden, der Hitler cool findet? Jemanden, den ich einfach nicht mag? Was ist, wenn ein grobschlächtiger Kerl, der redet ohne zu denken auf ein Sensibelchen trifft? Und wenn sich jemand beleidigt fühlt, weil man ihm sagt, er habe Unrecht?
Wir können Hassreden und Hate Speech nicht verbieten, denn wer entscheidet darüber, was eine Hassrede ist? Ein Nazi, der die Vernichtung von Juden und Behinderten fordert? Ein Kommunist, der für die Zerschlagung des Kapitalismus eintritt? Ein Verschwörungstheoretiker, der gegen die bösen, bösen Flugzeuge und Big Pharma wettert? Jemand, der Bush einen Massenmörder nennt?
Was ist mit dem, der öffentlich zum Mord auffordert? Wer entscheidet, was ein Mordaufruf ist und was Satire? Was zugespitzte Wut und was eine Aufforderung?
Wo ziehen wir die Grenze? Und wer entscheidet darüber? Political Correctness? Richter? Die Gesellschaft?

Ganz pragmatisch: Wird jemandem das Mund verboten, so spricht er weiter. Nicht mehr in der Öffentlichkeit, sondern im stillen Kämmerchen. In der verschwiegenen Gesellschaft von Seinesgleichen. Kanäle bilden sich, abgeschottet, beinahe geheim. Und dort findet sich dann niemand mehr, der dem Hetzer widerspricht, denn niemand weiss, dass es ihn überhaupt gibt.

Wenn einer tatsächlich Übles vorhat, dann gibt es genügend andere Gesetze, die ihn hinter Gittern bringen. Der Hetzer, der tatsächlich Mordpläne austüftelt, wird und muss immer noch strafrechtlich verfolgt werden.

Schlussendlich: Auf dass der unbarmherzige gesellschaftliche Druck die Hassprediger in ihre Höhlen zurück treibt. Auf dass ihre Äusserungen mit Schimpf und Schande bedacht werden.]




Sidenote zu Schlumpf und Freedom Of Speech

Es beunruhigt, wenn die grossen Parteien der Schweiz - insbesondere die Partei der Toleranz und Minoritäten, die SP - kollektiv die SVP verdammen, wenn deren Exponenten sich erdreisten, vom Recht auf freie Meinungsäusserung Gebrauch zu machen. Nicht nur die Scheinheiligkeit von FDP, CVP und SP ist zum Haareraufen (sie verdammen einen Parteiausschluss, obwohl sie gerne alle möglichen Leute aus der eigenen Partei ausschliessen; sie schreien, Rücktrittsforderungen seien faschistisch und forderten von Blocher, er solle zurück treten), bedenklich ist vor allem deren Verständnis von Meinungsfreiheit, welches sich ungefähr so skizzieren lässt: “Was ich sage, ist die reine Wahrheit und ausserdem moralisch korrekt und wenn du mir widersprichst, bist du ein dreckiger Nazi, dessen Zunge man herausschneiden sollte.”

Darauf gibt es bloss eine mögliche Antwort:

Free speech is the most fundamental right of a civilized society. In a sense, it is the right upon which all other rights depend, because free and unrestricted speech is the only way any society can hope to notice and correct its mistakes so that it can make moral progress. The moment we ban the expression of any idea, even if we do it with the best intentions in the world, we’ve set foot upon a fatally slippery slope. To do this is to say that there are policies that may no longer be questioned, aspects of society that may no longer be discussed - and down that path lie dogmatism, tyranny, and all the black and terrible evils that come with them. Once an idea is banned because it is too noxious, too radical, too subversive - and once people become used to this - then the line inevitably moves, and the next most radical idea becomes the new target. The only way to stop this process is to cut it off at the root - to declare that we will never countenance the banning of any idea, no matter how strongly we disagree with it.

[...]

No person has a right to be free of having to see or hear anything that offends them. If it were otherwise, then society would grind to a halt and all discussion would be silenced. Any person or group could exert a heckler’s veto over the content of others’ speech by choosing to take offense at the advocacy of any position they disagree with. After all, who’s to say whether one kind of idea is more “offensive” than another kind? Is not offense in the eye of the beholder?1

  1. Daylight Atheism - In Defense of Free Speech []



Paranoid-schizophrener UN-Menschenrechtsrat

Das ist köstlich. Diese Ironie. Als würde man Joseph Goebbels beauftragen, die Apartheid in Südafrika zu beenden.

Stattdessen wird ein 9/11-Truther zum Sonderberichterstatter für “Menschenrechtsverletzungen im palästinensisch-israelischen Konflikt”. Richard Falk heisst der, und ist bekannt dafür, Juden und Nazis zu verwechseln. Daneben scheint er ein derart scheusslich schlechtes Gedächtnis zu haben, dass er, immer wenn er Al-Qaida sagen will, stattdessen Mossad sagt. Oder Bush. Oder Necons. Aber dass 9/11 ein Inside-Job war, dessen ist sich Falk jedoch ganz sicher.

Mögen tut der Herr Falk auch Khomeini und die Roten Khmer.

Ich will nicht wissen, was die UNO da geritten hat, einen offenbar paranoiden und nicht minder antisemitischen Professor zum Sonderberichterstatter zu erheben. Nein, ich will es wirklich nicht wissen.

lindwurm - UN abschaffen, Grund Nr. 239405




Chavez’ Hass auf die Simpsons

Venezuela findet die Simpsons also unangebracht für Kinder.

“The governmental regulatory agency didn’t specify which elements of the program were deemed offensive, but said showing the animated cartoon series at that hour could violate national regulations prohibiting “messages that go against the whole education of boys, girls and adolescents.”

Guillen said it is up to Televen’s management whether “The Simpsons” may be shown at another time of day.”1

Daran, dass die Simpsons aus dem Vormittagsprogramm gestrichen wurden, um sie mit Baywatch zu ersetzen, sieht man, dass es nicht wirklich um die Kinder geht. Auch nicht um dekadente Einflüsse, Pamela Andersons grossbusiges Erscheinungsbild steht in Venezuelas Augen wohl genauso für den Teufel Amerika wie eine Zeichentrickserie. Obwohl die gelangweilten Kiddies wohl durchaus ihre Freude an Pamela haben dürften. Und auch der eine oder andere Grossvater, der die Kindchen beaufsichtigen muss.

Vielmehr dürfte es um Politik gehen. Die Simpsons sind zutiefst politisch. Meist sehr subtil, aber die urliberale Einstellung der Macher spürt man immer. Neben ihrer Art, alles mögliche auf die Schippe zu nehmen.

Ja, die Simpsons sind liberal und deshalb wurden sie aus dem Programm gekippt. Soweit ich es in Erinnerung habe, gibt es etliche Spitzen gegen die südamerikanische Sozialistische Internationale. Kommunisten und andere Diktatorenschweine wurden zur Genüge verulkt. Das gefällt einem Diktator natürlich nicht. Das tumbe Volk könnte ja noch auf die Idee kommen, dass der Kommunismus tatsächlich nichts Gutes ist.
Ja, die Simpsons machen Chavez, dessen Plan es ist, ein jedes Kind von Geburt an geistig im Kommunismus zu baden und es eine totale Indoktrination erfahren zu lassen, einen Strich durch die Rechnung. Das Kind könnte ja zu denken beginnen, wenn es die Simpsons sieht.
Deshalb mussten sie verschwinden. Weil sie an den kommunistischen Festen zu rütteln wagten.

Es ist ja gottsjämmerlich traurig. Ein Land, in dem keine Simpsons ausgestrahlt werden. Was soll da noch lebenswert sein?

(Natürlich entlarven sich die Kommunisten einmal mehr. Doch die europäische Sozialistische Internationale wird dem Chavez immer noch aus der Hand fressen. Traurig, doch die lassen sich durch nichts erschüttern. Wer nur genug laut gegen den Kapitalismus und die USA und am besten auch noch westliche Werte und andere faschistische Dinger hetzt, ist deren Freund. Traurig. Echt traurig.)

  1. foxnews - Venezuela Calls ‘Simpsons’ Unfit for Kids, Replaces Show With ‘Baywatch Hawaii’ []