Nach diesen Wahlen steht man vor veränderten politischen Verhältnissen. Zwar blieb ein Rechtsrutsch aus, die Rechte und die Linke sind gesamthaft gesehen, sofern man die CVP links und die FDP rechts der Mitte ansiedelt, gleich stark wie zuvor, doch die SVP liegt nun 9 Prozentpunkte vor ihrer Gegnerin und zweitgrössten Partei der Schweiz, der SP.
Dies bedeutet, nachdem vor vier Jahren die Volkspartei bloss mit einem Vorsprung 3% vor den Sozialdemokraten lag, dass die Schweizer Parteilandschaft neuerdings von einer einzigen Partei klar dominiert wird. In den letzten Jahren waren es stets zwei, die - in einer Art Hassliebe verfangen - ihre Politrangeleien fortführen werden.
Nun, ich frage mich gerade, ob dies in den Politkommentaren der morgigen Presse ein Thema sein wird. Wahrscheinlich nicht. Ich hoffe jedoch, dass sich in den nächsten Wochen die Parteien zu ihren Zielen äussern werden und den politischen Weg beschreiben, den sie in den nächsten Jahren beschreiten wollen. Doch vermutlich wird die Perspektivenlosigkeit der grossen Parteien noch offenbarer.
Am 21. Oktober stehen die eidgenössischen Parlamentswahlen an. Höchste Zeit, um die Feder anzuspitzen, das italienische Tintenglas aufzuschrauben und mit bitterem Zynismus und salbungsvoller Satire, den fünf grössten politischen Parteien der Schweiz ganz liebevoll den Garaus zu machen.
Dieser Tag ist morgen.
Sofern ihr nicht gerade sterbenskrank im Sudan liegt, werde ich euch euer Klagerecht absprechen und ihr werdet nie mehr in meiner Anwesenheit oder der meiner Vertreter - namentlich niemand - über die Politik herziehen dürfen, wenn ihr nicht wählen geht. Egal wen. Egal welche Partei. Hauptsache ihr beteiligt euch an der Diktatur des Volkes, unserer direkten Demokratie. Also tut wenigstens Sonntags etwas Gutes und geht nicht in die Kirche, sondern ins Wahllokal.
Gönnt euch ein Lammrückenfilet. Tut’s für mich, wenn nicht für eure Lieblingsdogmas. Beweist wenigstens im Essen Geschmack, wenn ihr’s schon nicht in der Wahl eurer parteilichen Ideologie tut.
Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.
[Joggen. Raus aus dem stickigen Innern eines Büro- oder Schulzimmers. Hinaus in die Wildnis, oder was noch davon übrig ist. Salzige, kühle Luft auf den Lippen spüren. Schweiss, der heiss und inbrünstig den Arbeitsstress wegspült. Rennen, den Rhythmus des eigenen Körpers spüren, das unbarmherzige Pochen des Herzens, das Zucken der Muskeln. Vergessen, was auch immer man zu vergessen bereit ist. Für einen Moment fern vom Shit, von den Problemen, von den trübseligen, knirschenden Gedanken, die sich tief und unbarmherzig in deinen Kopf graben. Joggen. Duschen. In den Alltag zurückfallen.]
Doch dann: Ein Brennen in den Muskeln. Müdigkeit, die sich vom innersten deiner Knochen bis in die Augen auszudehnen scheint. Kaum gute Voraussetzungen, wenn man nach dem Sport noch etwas unternehmen möchte. Jedenfalls nicht, wenn man mehr vor hat, als dem Wein zuzusprechen.
Um dem abzuhelfen gibt es Sportusal power shower und Sportusal power active. Das eine ein Dusch-, das andere ein Sportgel, hergestellt von permamed, ebenfalls unter der Marke Sportusal erhältlich sind ein Gel zur Anwendung bei stumpfen Sportverletzungen, ein Kühlspray, sowie ein Kühlpflaster.
“1. Sportusal power shower® wurde in Zusammenarbeit mit Sportärzten und Athleten entwickelt und eignet sich für jeden Hauttyp.
Sportusal power shower® spendet neue Energie vor und nach dem Sport.
Sportusal power shower® schützt vor Pilzen sowie hautfremden Bakterien und wirkt nachhaltig gegen Körpergeruch.
Rückfettende Pflegestoffe entwickeln einen cremigen Schaum und verhindern auch bei häufiger Anwendung ein Austrocknen der Haut.
2. Sportusal power active® enthält spezifische ätherische Öle sowie Glykosaminoglykane (GAG) als natrüliche Nähr- und Aufbaustoffe für das Bindegewebe der Haut.
Sportusal power active® ist ein Sportgel mit 3fach Wirkung:
• aktiviert und stimuliert vor dem Sport
• erhöht die Spannkraft während des Sports
• lockert und entspannt wohltuend nach dem Sport”
Klingt vielversprechend, und so mache ich mich auf, die beiden Produkte zu testen.
Sportusal power active vor dem Sport:
Die Creme lässt sich leicht auftragen und einklopfen. Lobenswert: Wie auf der Verpackung versprochen, zieht das Sportgel schnell ein und fettet nicht. Nach kaum einer Minute waren auch die letzten Rückstände verschwunden. Somit verlängert sich die Vorbereitungsphase fürs Joggen nur minim, was durchaus wünschenswert ist, wenn man nach der Arbeit schnell ein paar Kilometer Laufen gehen möchte, ohne sich durch ein Sportgel aufhalten zu lassen.
Als ziemlich störend empfand ich jedoch den strengen Menthol-Geruch. Ich möchte mich nicht darüber beklagen, doch ich komme nicht umhin zu sagen, dass das Menthol ein leichtes Brennen in den Augen verursachte. Doch ich führe dies eher auf meine Empfindlichkeit zurück und nehme an, dass es den meisten anderen Personen nicht so ergeht.
Die belebende, aktivierende und stimulierende Wirkung des Gels kann ich jedoch voll und ganz bestätigen. Die erfrischende Kühle, die unmittelbar nach dem Auftragen des Sportgels eintritt, saugt auch noch das letzte bisschen Müdigkeit aus den Muskeln. Ein Punkt, der mir persönlich sehr wichtig ist.
Sportusal power active während dem Sport:
Das Produkt verspricht eine verbesserte Hautdurchblutung und eine erhöhte Spannkraft.
Die Hautdurchblutung kann ich als Laie nicht beurteilen. Zur Spannkraft weiss ich auch nicht besonders viel zu erzählen, doch ein paar Worte kann ich trotzdem loswerden: Und zwar stellte ich fest, dass meine Muskeln um einiges weniger ermüdeten als üblich und der kühlende Effekt hielt sich standhaft bis zum Ende meiner Jogging-Tour. Diese beiden Dinge sprechen für das Produkt und auch dafür, dass ich es weiterhin einsetzen werde. Die Kundenzufriedenheit ist zumindest in diesem Bereich erfüllt.
Sportusal power shower nach dem Sport:
Als erstes fiel mir der subtile, minzige Duft auf. Positiv. Und zwar deshalb, weil ich nach dem Sport sowieso schon erschöpft bin und sich somit meine ohnehin schon beachtliche Abneigung gegen zu starke, zu aufdringliche Gerüche noch verstärkt. Zudem begrüsse ich zurückhaltende Duschgels generell, so kann man nach Belieben zu einem Parfüm oder Rasierwasser und muss nicht darauf achten, dass der geliebte Duft zum Duschgel passt.
Des weiteren fand ich Gefallen am erfrischenden, revitalisierenden Effekt. Das Produkt hält also auch hier, was es verspricht.
Was den Schutz vor Pilzen und hautfremden Bakterien anbelangt: Den nehme ich mit einem freundlichen Nicken zur Kenntnis. Beurteilen kann ich ihn nicht, bin aber froh um ihn, wenn nach den Herbstferien wieder Schulsport angesagt ist.
Besonders erwähnenswert finde ich die “rückfettenden Pflegestoffe”, die “auch bei häufiger Anwendung ein Austrocknen der Haut” verhindern sollen. Zwar ist meine Haut stets trocken und auch das Sportusel power shower wird ein Austrocknen längerfristig nicht verhindern, doch immerhin fühlte sich meine Haut nach dem Duschen eine Spur geschmeidiger an, als zuvor. Und dies ist bei einem Duschgel viel Wert.
Sportusal power active nach dem Sport:
Sehr erfrischend. Nach einer heissen Dusche tut es gut, wenn die Muskeln ein wenig gekühlt werden. Das anschliessende Wärmen kann ich ebenfalls bestätigen. Weiterhin ist auf der Verpackung von einer Förderung der Regeneration, Lockerung und Entspannung die Rede. Vollkommen locker fühlten sich meine Muskeln nicht an, aber doch deutlich entspannter als ohne das Sportgel. Die verbesserte Regeneration hält sich ebenfalls in Grenzen, ist aber dennoch spürbar und begrüssenswert.
Mein Hauptkritikpunkt ist eher ein Detail, aber es gibt sicherlich der eine oder andere, der genau über dieses stolpert. Der starke Mentholgeruch mag vor dem Sport noch akzeptabel, wenngleich unerwünscht sein, nach dem Duschen ist er einerseits sehr störend, andererseits steht er in Konflikt mit der zurückhaltenden Parfümierung des Duschgels. So stark nach Menthol riechend, empfinde ich persönlich wenig Lust, mich noch unter die Leute zu mischen. Schade, aber man muss das Sportgel ja auch nicht nach jeder Joggingtour benutzen.
Fazit:
Insgesamt zwei durchwegs gelungene Produkte, die halten, was sie versprechen. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit ihnen. Und wenn man den einen oder anderen störenden Punkt eliminieren könnte, dann wäre meine Zufriedenheit noch grösser. Doch das sind schlussendlich Detailfragen, die Hauptsache ist, dass die Produkte wirken. Und das tun sie.
sportusal - Offizielle Homepage
Am 21. Oktober stehen die eidgenössischen Parlamentswahlen an. Höchste Zeit, um die Feder anzuspitzen, das italienische Tintenglas aufzuschrauben und mit bitterem Zynismus und salbungsvoller Satire, den fünf grössten politischen Parteien der Schweiz ganz liebevoll den Garaus zu machen.
Vielleicht sind sie auch alle senil geworden, die kaum zwanzigjährigen Rastafari und ausgebürgerten Asylsuchenden dritter Generation und mit eigentlich perfekter Intergation, wenn nur die Deutsch nicht eine derart schwere Sprache wäre, der Grünen.
Jedenfalls muss eine jede Geschichte von vorne begonnen werden, obwohl die Grüne Partei wie der Hecht aus dem See entsprungen ist. Doch nun leider, in Gottes Namen, ist der See nicht mehr verschmutzt und die Selbstverliebtheit der Bürger in ihre Autos ist so gross, dass die grüne Initiative für eine Abschaffung der Autobahnen zugunsten einer pazifistischen RAF Division, die im Kampf für die Mauerblümchen durchaus auch mal zum Ziegelstein greifen darf.
Grosses Parteiglück mit Gras und Buschwindröschen - ob der Naturschutz so weit ging, die eklige Spinne, die noch an der einen Blüte gehangen hat, um Verzeihung zu bitten, bevor man sie gemeuchelt hatte? Biodiversität und ‘Auch eine mit Lepra verseuchte Zecke hat eine Seele’ lassen grüssen - als eines ihrer Vorbilder, der Herr Gore mit dem beheiztem Swimming Pool und der keinerlei Energiestandards beachtenden Villa, geehrt wurde.
Doch wie eine moderne Partei beschäftigt auch die GP ihre Chefideologen und ein paar gewitzte PR-Menschen, deren Recht auf freie Auslebung des Nudismus man ihnen keineswegs nehmen will. So kommt es, dass schnell noch ein paar Hippies herbeigerufen werden, die Blümchen in die Mündungen der Ordonnanzwaffen stecken, die jedoch niemand auf Fotos sehen will.
Im Laufe des Klimaschwindels, ging jedoch das eigentliche Anliegen der Grünen, die Wiederansiedlung von CO2-neutralen Pandabären, etwas unter. Doch um dem entgegen zu wirken, rief die Parteileitung schnell ein multikulturelles Fest aus, bei dem die Juden auch ihre Schafe - sofern nicht schwarz - schächten durften und jedem Veganer genüsslich das Rind am Spiess und die gebratenen chinesischen Hunde präsentiert wurden.
[In loser Folge veröffentliche ich hier kommentierte Links zu und kurze Auszüge aus Artikeln, die ich besonders lesenswert fand.]
Ich möchte keinem das (selbst)gerechte, manchmal aber bitter nötige Moralisieren verbieten, doch wenn’s um die Todesstrafe in den USA geht, so scheint mancher Tatsachen zu verdrehen und von der eigenen Abscheu zu unhaltbaren Vorwürfen gedrängt zu werden. Abhilfe schafft das Blog USA Erklärt mit dem Beitrag Drei Bemerkungen zur Todesstrafe in den USA:
“Warum haben diese 38 Bundesstaaten die Todesstrafe? Auch das ist einfach: Weil die Mehrheit der dortigen Bevölkerung sie haben will und die USA eine Demokratie sind.”
Ein wunderbar zynischer Blick auf die Bibel - für jene Momente, da man sich wieder einmal von Kreationisten und Sektierer umzingelt fühlt - bietet Jay Pinkerton mit Back Of The Bible:
“Once you wade past the shallow end of the New Testament into the back half of the Old Testament, get ready: it turns out God’s a fucking lunatic, and He loves the taste of your blood. Old Testament God ain’t letting Himself get nailed to any crosses like some pussy; OT God wouldn’t spit on your balls if they were on fire.”
Auf eine neue Studie über Blogs, die ein paar, nun ja, bei Bloggern altbekannte, Hypothesen als Ausgangslage hat, macht freundlicherweise Frank Schrillmacher auf seinem Blog aufmerksam:
“Die Unterhaltsamkeit ist in Weblogs höher als in Online-Zeitungen”
Am 21. Oktober stehen die eidgenössischen Parlamentswahlen an. Höchste Zeit, um die Feder anzuspitzen, das italienische Tintenglas aufzuschrauben und mit bitterem Zynismus und salbungsvoller Satire, den fünf grössten politischen Parteien der Schweiz ganz liebevoll den Garaus zu machen.
So zotig und lieb diese Partei an die Öffentlichkeit tritt und für die Rechte des Kleinen Mannes kämpft, so rotweinversessen sind die Funktionäre im Geheimen.
Den Gewerkschaftsknüppel in der einen Hand und die Pitbulls des Schwarzen Blocks in der andere, die Pfeife gestopft und angezündet im Mund, der Wollschal sorgsam über den unmodischen italienischen Designerkittel drapiert und ein paar marxistische Selbsbeweihräucherungssongs auf dem in einer roten Socke steckenden iPod laufend, sitzt die versammelte Sozialdemokraten-Gemeinschaft in einer ältlichen Bibliothek und denkt darüber nach, inwiefern sie das Wissen aus ihren Historikdiplomen umsetzen kann und ob man nicht auch unbescholtene Bürger als Faschisten betiteln kann, damit man die drohende rechte Gefahr besser darstellen kann.
Reaktionär und immer mit einer frischen kalabrischen Salami im Mantelsack, verliert sich die Linke im Klassenkampf und verheddert sich in Geissböllchen den sorgsam ungenau gestutzten eigenen Barthaaren. Schliesslich kommt die Parteileitung zum Schluss, dass man vielleicht doch auf Probleme hinweisen müsste, die es zwar nicht gibt, die die Bevölkerung jedoch sehr bedrücken und bastelt mit Steiner’scher kindlicher Kreativität ein mustergültiges Plakat, das etwas an die Sowjetunion erinnert, jedoch gegen die arabischen Terroristen hetzt und den Hass gegen Kühltürme schürt. So weit der Sp’sche Geheimplan, mit einer Prise Leninismus und afrikanischer Buschtrommeln.
Doch insgeheim werkelt die intellektuelle Professorenschaft und Oberschullehrer an einem symbolischen Roten Block, der einem Elfenbeimturm gleich die Herren Merz und Blocher, beide entweder neoliberal kapitalistisch und wertekonservativ ausländerfeindlich - oder war es doch eher stalinistisch unmultikulturell und zwieblig bäuerlich? - von ihrem Thron stürzen will.
Übernächstes Jahr, so liess ich mir aus zuverlässiger, Geheimplan befolgender Quelle sagen, dann wolle die SP ganz sicher mit dem Wahlkampf beginnen. Das heisst, dazu bräuchte es eine Urabstimmung, doch leider, die knappe Kasse. Daher wird es noch bis 2011 dauern, bis zumindest der Herr Bundesrat sich mit seiner Kollegin einig geworden ist, ob jetzt ein Äh oder ein Äham die bessere Vertuschung für die eigene Inkompetenz sei.
Das Dilemma, wieso zwar jeder Gläubige Gott als gut bezeichnet, im selben Satz jedoch sagt, dass man über Gott nicht richten soll, wird hier bei Daylight Atheism erläutert:
The logical contradiction between these positions never seems to occur to them; for what is saying “God is good” if not an ethical evaluation of God? How could we possibly call him good unless we’ve judged the morality of his actions and decided that they are in accord with what we call goodness? But if we have the ability to do that, then we necessarily also have the ability to judge his actions as evil. On the other hand, if God is not within our ability to judge, then we have no right to say either that he is good or that he is evil. After all, we’re not in a position to judge! In such a case, we could only say that God is morally ambiguous, or amoral, or that we don’t know whether he is good or not. One cannot have this both ways.
daylight atheism - On God’s Goodness |
Am 21. Oktober stehen die eidgenössischen Parlamentswahlen an. Höchste Zeit, um die Feder anzuspitzen, das italienische Tintenglas aufzuschrauben und mit bitterem Zynismus und salbungsvoller Satire, den fünf grössten politischen Parteien der Schweiz ganz liebevoll den Garaus zu machen.
Die Christen wollen sich von ihrem C verabschieden und es zwecks mehr Wählern durch ein I ersetzen, das jedoch für den Unmut der J garantieren würde. Und so vertreten sie weiterhin die westlichste aller Weltreligionen in einem Gebiet, in dem sie absolut nichts zu suchen hätte.
Generell gesehen. Doch mich erstaunt es, dass sie nicht die Rechtsaussenwähler ködern wollen, in dem sie sich hinter ihr C stellen und lauthals in den Wald brüllen, um jenes zu retten, dürften die I keineswegs ihre M auf ihre M stellen. Womöglich werden sie nächstes Jahr auch ein Parteiprogramm haben und ganz opportunistisch, bei den Evangelikalen ebenso Stimmen gutmachen wie bei den atheistischen Hardlinern, indem sie den Kreationismus im Religionsunterricht lehren wollen und das C künftig klein schreiben.
Auf die Familie wollen die C’s setzen, ganz nach der alten Art und mit viel modernen sozialistischen Wünschen wie staatlich finanzierten Krippen, ob diese jedoch wie die des Herrn Jesus aussehen müssen, liess die Grosspartei nicht verlauten.
Tapfer stapfen sie weiter durch den kriegsversehrten Schweizer Wahlkampfboden und liebäugeln mit der Rechten genauso wie sie bei der Linken anbandeln. Ohne Strategie zwar, jedoch mit der stummen Überzeugung, dass der Wahlkampf der anderen unchristlich sei und es so nicht weiter ginge. So lautlos ist die Taktik der CVP, dass man sie manchmal halbnackt auf Genossenschaftsplakaten sieht. Ob das moralisch und koscher ist, weiss zwar weiterhin keiner, denn der Vatikan hat den Kontakt zu seinem einstigen Schützling abgebrochen, als er erfahren musste, dass das grosse C vielleicht doch für Abtreibungen sei. Womöglich. Natürlich nur unter gewissen Umständen, die die Parteileitung jedoch geheim hält, damit niemand den grandiosen Wahlkampfplan kopieren kann. Deshalb wird dieser Plan auch erst nach den Wahlen in die Tat umgesetzt, da man den politischen Gegner keine Chance gönnen möchte.
Eine ganz nette Linkliste - betreffend Richard Dawkins’ Bestseller Der Gotteswahn/The God Delusion -, die ich diesen Morgen in meinem Kopf gefunden habe:
Leichtgläubigkeit und Fundamentalismus drängen Dawkins zum überaus pointierten Buchtitel “Der Gotteswahn”. Wenn ein Mensch eine Stimme in seinem Kopf hört, so das von Dawkins häufig benutzte Gleichnis, nennt man ihn verrückt, Wenn viele Menschen eine Stimme in ihrem Kopf hören, nennt man sie religiös. [...] Religion als massentauglicher Wahnsinn? Man wird widersprechen, zumindest differenzieren müssen.
deutschlandradio - Atheistischer Missionar |
Im Kampf des leidenschaftlichen Atheisten gegen die Religion greift der Evolutionsbiologe mitunter auch zum rhetorischen Kärcher.
Seine Gegner sind allerdings auch keine Waisenknaben: Sie reichen von den afghanischen Taliban und ihren islamistischen Selbstmordbrüdern bis zu den “Wiedergeborenen” in den evangelikalen Gemeinden der USA, die auf ein modernes Armageddon nach biblischem Vorbild hoffen.
orf.at - “Gott - ein rassistischer, boshafter Tyrann” |
Wer seinen Glauben in den Grundfesten erschüttern möchte, der sollte Dawkins lesen.
thüringer blogzentrale - Richard Dawkins: “Der Gotteswahn” (The God Delusion) |
Er hat nicht viel anzubieten: kein Paradies, keine Belohnung des eigenen Lebenstils nach dem Tod und die Bestrafung unliebsamer Nachbarn; keine überirdische Hilfe in persönlichen Notlagen oder gegen die eigenen Ängste und Unzulänglichkeiten; halt nur seine rationale Logik und die Sicht, die sich ihm daraus auf die Welt und das menschliche Leben bietet.
Der wissenschaftliche Weg ist es, Wahrscheinlichkeiten und Plausibilät einer Aussage zu bestimmen; und daran macht sich dann Dawkins auch, um zu zeigen, dass die Gott-Hypothese, wie sie oben definiert ist, mit aller Wahrscheinlichkeit unwahr und keinesfalls plausibel ist.
Dawkins Kritik bezieht sich eben hauptsächlich auf den Wahrheitsanspruch und die Auswirkungen des normalen, volkstümlichen Glaubens.
Man braucht Religion nicht, um ein ethisches Leben zu führen, und auch nicht, um Ethik zu begründen. Zumal die religiöse Begründung oft genug in die Irre führt.
kamenin - Richard Dawkins’ Der Gotteswahn (The God Delusion), Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4: Atheistische Ethik |
Es lohnt sich nicht, gottlos zu leben. Im Endeffekt wird man am Ende seines Lebens nichts davon haben als eine kurze Zeitspanne, die man meistens egoistisch verbrachte. Die an Gott glauben und ihr Leben an seinen Vorstellungen ausrichten, werden auf dieser Erde für Mitmenschen zu Glück und Segen und haben für die Zeit nach den Tod die Hoffnung auf ewiges Leben.
be a planetshaker - Warum es (k)einen Gott gibt - Der Gotteswahn |
Das kann man auch weniger eifernd ausdrücken, ok, ich will dem aber hier auch nicht ausdrücklich widersprechen. Ich hoffe, das Buch ist besser, als es das Zitat vermuten lässt.
antibuerokratieteam - Die höchste Steigerungsstufe von Pfuibäh! |
Ohne Beleidigungen oder herabwürdigungen schafft es Dawkins sachlich die verschiedenen Religionen (und wirklich jede “grosse” bekommt es ab) auseinander zu nehmen und deren besondere Stellung innerhalb unserer Gesellschaft kritisch zu hinterfragen.
hombi’s gottlose gedanken - Buch: Richard Dawkins - Der Gotteswahn |
Andererseits ist die Religion in Europa zwar gesellschaftlich nicht so mächtig wie in den USA, aber sie hat doch politische Macht. Die Christdemokraten in Deutschland und Italien mögen nicht allzu christlich sein, aber da gibt es doch eine Voreingenommenheit für die Religion.
welt online interview mit r. dawkins - “Besonders bei Katholiken bin ich skeptisch” |
Ich bin ein Gegner der Religion, denn sie bringt uns bei, dass wir uns damit zufrieden geben, die Welt nicht zu verstehen.
fishandchips - Dawkins auf Deutsch |
Noch blöder stehen nach der Buchlektüre allerdings diejenigen Rackets da, die aus der Massivität der fundamentalistischen islamischen Strömungen eine Stärkung der Wertentwicklung des sog. christlichen Abendlandes als Sekundärgewinn aus der Angst vor dem Terror einstreichen wollen, beinhaltet deren Aufstellung der Armeen der Gläubigen doch nur eine Verzögerung in der Umsetzung diverser, kruder religiöser Heilspläne.
raumzeit - Religion und Wahnsinn |
Am 21. Oktober stehen die eidgenössischen Parlamentswahlen an. Höchste Zeit, um die Feder anzuspitzen, das italienische Tintenglas aufzuschrauben und mit bitterem Zynismus und salbungsvoller Satire, den fünf grössten politischen Parteien der Schweiz ganz liebevoll den Garaus zu machen.
Die Neoliberalen Rechtskonservativpaktierer mischen im Wahlkampf massiv mit Kriegsrhetorik mit. So neuzeitlich dies klingen mag, so tief verbunden ist die Partei mit Kutteln und Blaukohl.
Wirtschaftsliberal und gesellschaftsliberal, mit einem Herz für den armen Manager und den selbstverdienenden Ölmagnaten, so geben sie sich gerne. Dabei würden sie alle auf einer gemütlichen Vierwaldstätterseekreuzfahrt ein Glas billigem Ostblockschaumwein und auf einem Lachsbett gedünsteter Forelle geniessen. Dekadent und die Verkörperung des klassischen westlichen Ausbeuters, der seinen Wohlstand auf Kolonialstaaten und billig produzierten Sportschuhen aus Ostchina begründet.
Doch die Wahrheit sieht ganz anders aus: Von der Rechten verlacht und von der Linken verhasst, dümpeln die ehemals Liberalen, nun Wir-Liberalen und doch eher Bauernparteianlachern in einem See aus urschweizerischer Gülle herum, füttern einen fanatischen Bundesrat und zanken sich mit ihren christlichen Mittekollegen um die paar Stimmen, die man ohne Wahlkampf, ohne Gegenposition zur SVP, dafür mit faustdicken Abzockern noch holen kann.
Vielleicht hätten sie ein paar Kollegen aus der nahestehenden Rechten mit Steuererleichterungen oder Bonuszahlungen ins Boot holen und vor den Karren spannen können. Doch nun sind sie alle bei der Konkurrenz, laben sich an Kartoffelschnaps und grossmütterlichen Brezeln und machen grosse Politik. Zwar verraten sie dort die Ideale ihrer neuen Partei, doch ihr libertäres Freigeistertum können sie dort ebenso gut ausleben wie an einem Kongress für bürgerlich-freisinnige buddhistischen Mönche im Appenzell.