Twista - Adrenaline Rush
Twista. Carl Terrell Mitchell. Ein Flow, der durch die Boxen dröhnt wie Gewehrsalven. Präzise. Donnernd. Tödlich schnell.
Mit seinem siebten Album legt Twista den Beweis dafür hin, dass aus der schnellsten Zunge des Hip Hops ein gefährlicher Rapper geworden ist. Bissig und fähig, mit dem Beat zu spielen wie ein Meuchelmörder mit seinem Opfer.
Im Jahr 2007 klingen Twistas Tracks nicht mehr doppelspurig. Beat und Flow sind zu einer Einheit geworden. Ein untrügliches Anzeichen dafür, dass Erfahrung einen MC nicht nur weniger kreativ, sondern auch musikalisch besser machen kann.
Doch heuer regiert immer noch der Dirty South. Und ohne Pharrell Williams kommt auch keiner mehr aus. Dies ist nichts schlechtes, doch ob das Adrenaline Rush 2007 so gut ist, wie es hätte werden können?
1. “Adrenaline Rush The Saga Continues…”
2. “Charged”
3. “What T Is?” (skit)
4. “I Ain’t That Nigga”
5. “Say Say” (featuring Cee-Lo, Jazze Pha & Big Zak)
6. “Whip Game Proper” (featuring Lil’ Wayne)
7. “No Pistols” (featuring Speed Knot Mobstaz)
8. “Phone” (Skit)
9. “Love Rehab” (featuring R. Kelly)
10. “Seven Day Hustle” (Produced By Toxic)
11. “Creep Fast” (featuring T-Pain)
12. “Wrist Stay Rocky”
13. “What Would Twista Do If He Wasn’t Rappin’” (Skit)
14. “Give It Up” (featuring Pharrell Williams)
15. “The Come Up”
16. “Ain’t No Hoes” (featuring Bone Thugs-N-Harmony)
17. “Pimp Like Me”
18. “Ya With It or Ya Ain’t” (skit)
19. “Trouble”
Die Tracklist ist, wie bereits angedeutet, nicht überraschend. Es ist das altbekannte Konzept von Twista, den Kommerz mit der Strasse zu vereinen. Meiner Meinung nach, hat er es jedoch mit der Anbiederung an den Mainstream übertrieben. Umso schöner empfinde ich dann die Kollabo von Twista und Bone Thugs-N-Harmony.
Ein paar Skits weniger hätten es auch getan, ein markanter Einstieg ins Album und kein ödes Intro, dazu ein bisschen weniger R’n'B und dafür ein paar düsterere, dröhnendere Beats mehr.
So wäre Adrenaline Rush 2007 zwar immer noch kein Klassiker, würde jedoch schnellstens in meinen Heavy Rotations landen.
Herausragend sind das zurückhaltende Seven Day Hustle - das mit verrückten Backgroundgesängen und der ultimativen Konzentration auf Twsitas Flow aufwartet - Wrist Stay Rocky - das dich tief in den Kniekehlen erwischt und einen Appell an deine niedersten Triebe darstellt - Give It Up - das trotz Pharrell ein verdammt heisser Track geworden ist, erinnert aufgrund seiner Exotik etwas an Clipse’s und auch an Obie Trice’s Jamaican Girl - und schliesslich Ain’t No Hoes - ein verflucht melodiöses Meisterstück -.
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laut.de: Twista
the dice game: Twista
twista.com: Official Website
wikipedia.com: Twista
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